Stuttgart - Bei der Urlaubsfahrt auf das Fahrzeuggewicht achten

Bei der Urlaubsfahrt auf das Fahrzeuggewicht achten

Von: amv
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Auto
Nicht nur das Reisegepäck im Kofferraum zählt: Beim Zuladungsgewicht müssen auch die Passagiere berücksichtigt werden. Foto: dpa

Stuttgart. Auf der Urlaubsfahrt mutiert mancher Personenwagen zu einem Packesel. Verstaut wird, was in den Kofferraum geht. Sperriges findet auf dem Dachgepäckträger seinen Platz. Räder werden auf der Anhängerkupplung transportiert.

„Schnell sind dann die Grenzen des Erlaubten überschritten“, warnt Vincenzo Luca von TÜV Süd in München und Petra Schmucker, Juristin des AvD, gibt zu bedenken, „dass bei nicht vorschriftsmäßig gesicherter Ladung und Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit empfindliche Strafen drohen“. 20 Prozent mehr geladen als erlaubt, kosten 95 Euro und einen Punkt in Flensburg, weist das Webportal bussgeldkatalog.org aus. Unabhängig von den Strafen sollte darüber hinaus beachtet werden, dass ein voll beladenes Auto deutlich veränderte Fahreigenschaften an den Tag legt, als im normalen Alltagsbetrieb, schildert Hans-Jürgen Götz von der Sachverständigenorganisation GTÜ die Beobachtungen der Fachleute.

„Schauen Sie vor dem Beladen des Autos in die Fahrzeugpapiere und stellen Sie das zulässige Gesamtgewicht fest. Alles was nun ins Auto soll, sollte zuvor auf eine Personenwaage“, rät Götz. Schwere Gepäckstücke gehören im Auto immer nach unten. Dadurch bleibt der Fahrzeugschwerpunkt niedrig und das Kurvenverhalten wird weniger beeinträchtigt. Außerdem sollten schwere Gegenstände im Kofferraum nah an der Rücksitzlehne platzieren werden. „So ist gewährleistet, dass bei einer Vollbremsung die Ladung nicht verrutscht und das Bremsverhalten neutral bleibt“, erläutert der GTÜ-Sprecher die Ladetechnik. Auf die Hutablage gehören keine schweren oder scharfkantigen Gegenstände. Bei einer abrupten Bremsung werden dort abgelegte Bücher, Spielzeuge oder Taschen zum gefährlichen Geschoss. Kühlboxen finden ihren Platz im Fußraum oder im Laderaum und nicht auf die Rücksitze.

 Wer mit einem Kombi unterwegs ist, muss das Gepäck im Kofferraum oberhalb der Rücksitzlehnen durch ein Sicherheitsnetz vom Fahrgastraum abtrennen. Für viele Fahrzeuge sind solche Spannnetze als Zubehör erhältlich.

 Werden Dachträger, -aufbauten und -boxen verwendet, dürfen nur solche zum Einsatz kommen, wenn sie vom Fahrzeughersteller für das jeweilige Modell freigegeben sind. „Achten Sie besonders auf die zulässige Dachlast Ihres Fahrzeugs. Überprüfen Sie, dass die Dachträger vorschriftsmäßig angebracht sind. In die Dachbox gehören nur leichte Gegenstände, da sonst der Fahrzeugschwerpunkt zu sehr nach oben wandert“, warnt Götz. Während einer Pause auf der Urlaubsfahrt sollte man prüfen, ob sich eventuell die Befestigungen der Dachträger oder Aufbauten gelockert haben. Da mit den Dachaufbauten auch die Fahrzeughöhe steigt, muss man in Tiefgaragen oder auf Fähren auf die Durchfahrtshöhe achten.

Für den Transport von Fahrrädern eignen sich nach den Praxistests der GTÜ Heckträger besonders gut, da der Luftwiderstand und damit der Kraftstoffverbrauch während der Fahrt nicht übermäßig ansteigen. „Allerdings, denken Sie an die gewachsene Fahrzeuglänge beim Einparken und überprüfen Sie gegebenenfalls die Funktionen der Beleuchtung am Heckträger“, empfiehlt der GTÜ-Mann.

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