Autoclub warnt vor Internet-Falschmeldung

Von: amv
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Vor einer Internet-Falschmeldung, die ungezählte Autofahrer vor allem jetzt vor der Ferienzeit verunsichert, warnt der Automobilclub AvD in Frankfurt. Nach seinen Beobachtungen kursiert in vielzähligen Foren und Blogs immer wieder die Behauptung, dass angeblich deutsche Autofahrer bei Besuchen in Österreich und Italien wegen falscher Fahrzeugpapiere mit Bußgeldern belegt worden wären und dies in erklecklicher Höhe von jeweils 500 Euro.

Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine neue kreative Bußgelderfindung, sondern nach Einschätzung des AvD um einen sogenannten "Hoax". Hintergrund der angeblichen Bußgelderhebungen ist, dass es auf den Nummernschildern am Fahrzeug keinen Trennstrich zwischen den Ortsbuchstaben und den weiteren Buchstaben gibt. In den Fahrzeugpapieren ist dieser allerdings erfasst. Es kommt also zu einem Auseinanderfallen von offiziellen Fahrzeugdokumenten zu dem am Fahrzeug befestigten Kennzeichen.

Nach Kenntnis des AvD gibt es jedoch keinen einzigen dokumentierten Fall, bei dem ein Autofahrer wegen eines solchen vermeintlichen Verstoßes von einer offiziellen Behörde zur Kasse gebeten worden ist. Gesetzeslage ist, dass der Trennstrich auf den Nummernschildern als Zulassungskennzeichen an sich nicht vorgesehen und dort auch nicht enthalten ist. Die Fahrzeugpapiere stellen aber nur den Vermerk über die Zulassungskennzeichen dar.

Auch in diesen ist eigentlich ein Trennstrich von Gesetzeswegen nicht vorgesehen. Das Bundesverkehrsministerium sieht das ebenfalls so und weist darauf hin, dass beide Schreibweisen mit oder ohne Trennstrich in den Papieren gleichberechtigt und damit richtig sind.

Auch das österreichische Außenministerium hat eine entsprechende Pressemitteilung herausgegeben, nach der beide Schreibweisen aus deren Sicht gleichwertig sind und ein Bußgeld hierfür in Österreich nicht erhoben würde (www.bmeia.gv.at), teilte der AvD mit.

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