Ingolstadt - Audi A8: Ins rechte Licht gerückt

Audi A8: Ins rechte Licht gerückt

Von: amv
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Audi A8
Audi hat sein Flaggschiff A8 ohne großes Tamtam renoviert. Foto: dpa

Ingolstadt. Audi hat sein Flaggschiff A8 ohne großes Tamtam renoviert. Optisch fällt nur der neugestaltete Kühlergrill auf, samt den sogenannten Matrix-LED-Scheinwerfern. Unter dem Blech wurde allerdings eine Menge Feinschliff erledigt. Es gibt neue Assistenzsysteme und den klassenstärksten Diesel (385 PS).

Den exzellenten Komfort der Oberklassen-Limousine, eine Verarbeitung auf Manufaktur-Niveau, den konsequenten Leichtbau und viel High-Tech-Komponenten lässt sich Audi mit Preisen ab 74.500 Euro vergüten.

Besonders stolz sind Audis Ingenieure auf das neue Scheinwerfer-System. „Mit ihnen schlägt die Marke ein neues Kapitel in der automobilen Beleuchtungstechnik auf“ , erläutert Audi-Sprecher Albrecht Trautzburg. Für einen Aufpreis von 2.400 Euro gibt es diese Matrix-LED-Technologie. Das Fernlicht ist hier pro Einheit in 25 kleine Einzel-Leuchtdioden aufgeteilt, die sich je nach Bedarf zu- und abschalten oder dimmen. Dadurch kann das Scheinwerfersystem auf entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge reagieren und diese bei ansonsten voller Straßenausleuchtung ins rechte Licht rücken oder hochpräzise ausblenden.

Ähnliche Systeme gibt es durchaus schon. Aber die Konkurrenz blendet über mechanische Klappen einen Teil der LEDs aus. Im A8-Scheinwerfer wird alles digital gesteuert. Zudem erkennt der Nachtsichtassistent, ob sich ein Fußgänger oder ein Wildtier vor dem Fahrzeug in der Dunkelheit befindet. Ist es ein Mensch, flackern einzelne LED dreimal warnend auf, um den Menschen voraus aufmerksam zu machen. Rehe beispielsweise werden zwar angestrahlt, doch ohne Geflacker, um das Tier nicht zu verstören.

Ein weiterer lichttechnischer Gag sind die schmalen LED-Rückleuchten mit dem dynamisch von innen nach außen laufenden Blinklicht. Das soll mehr Aufmerksamkeit, mithin mehr Sicherheit bringen. Im Innenraum hat sich wenig getan. Alles wirkt A8-typisch stilsicher und auf höchstem Niveau. Sehr angenehm: ein Head-up-Display projiziert die wichtigsten Fahrinformationen auf die Windschutzscheibe.

Zu den Neuerungen im Audi A8 gehört die elektromechanische Zahnstangenlenkung. Anders als ein hydraulisches Aggregat benötigt sie nur bei Kurvenfahrt Energie, damit senkt sie den Kraftstoffverbrauch. Zudem macht sie den Einsatz eines Spurhalte- und Parkassistenten möglich. Motorenseitig bietet Audi für die zweite Lebenshälfte der aktuellen A8-Baureihe zum Verkaufsstart im November zwei Otto- und zwei Dieselmotoren mit einem Leistungsspektrum zwischen 258 und 435 PS.

Für den deutschen Markt ist wohl die interessanteste, weil meistverkaufte Variante der Drei-Liter-Diesel. Der Sechs-Zylinder leistet acht PS mehr als bisher. Das Drehmoment stieg um 30 Newtonmeter auf nun 580. Bei allen Aggregaten wurde der Verbrauch um bis zu zehn Prozent reduziert, versichert Audi. Das stärkste und sportlichste Modell in der neuen A8-Palette ist der S8. Der 4.0 TFSI-Motor leistet 520 PS und gibt von 1.700 bis 5.500 Umdrehungen pro Minute 650 Newtonmeter Drehmoment ab. Der Sprint von null auf 100 Stundenkilometer dauert 4,1 Sekunden (Werksangaben), bei Tempo 250 endet der Vortrieb im Begrenzer.

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