Wie eine Familie aus Alsdorf 125.000 Euro bei Jauch gewann

Von: Stefan Schaum
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Dirk Niehus
Dirk Niehus kann stolz sein auf den Auftritt im ersten Familien-Special der Quizshow „Wer wird Millionär?”. 125.000 Euro sprangen damals raus. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Selbst heute noch, gut fünf Jahre nach der Raterunde, kommt es vor, dass Menschen in den Fotoladen von Dirk Niehus kommen und sagen: „Fand ich richtig toll, wie Sie damals beim Jauch abgeräumt haben!”

Dann lächelt der 48-Jährige und sagt: „Ich auch.” Er kann ja auch stolz sein auf den Auftritt im ersten Familien-Special der Quizshow „Wer wird Millionär?”. Schließlich hat sich das Ganze für ihn richtig gelohnt. 125.000 Euro sprangen damals raus. „Das war schon ein Superding!”

Vom Geld ist nicht mehr viel übrig. „Zunächst mal haben wir gerecht geteilt”, sagt Niehus, denn für den Erfolg waren auch seine Frau Nicole, die damals elfjährige Tochter Caroline und Schwiegermutter Karin Ediger verantwortlich. Das Kind hat noch etwas auf dem Sparbuch, die Eltern haben einen Teil der Summe in die Hausfinanzierung gesteckt und sich obendrein etwas gegönnt, was sich Selbstständige selten leisten: einen richtig schicken Urlaub. „Wir waren in Ägypten, sehr entspannt.” Damit hatte Dirk Niehus nicht gerechnet, als seine Frau mit der Idee ankam, sich doch mal zu bewerben.

„Ich fand das zwar lustig, hab mir aber nichts davon versprochen”. Doch weil die Familie die Sendung ohnehin begeistert verfolgt, wollte sie vor allem mal hinter die Kulissen schauen. Enttäuscht hat sie das nicht. „Günter Jauch hat persönlich bei den Proben vorbeigeschaut und auch mit uns kurz geplaudert.” Ob der wohl nett ist? „Ja, ganz locker. Der ist hinter der Kamera genau so wie davor.” Autogramme hat er verteilt und da Dirk Niehus Fotograf ist, hat er auch ein paar gute Schnappschüsse machen können.

In der Sendung habe Jauch dann getan, was er gern macht: „Der hat ordentlich mit uns rumgefrotzelt und uns ein paar Joker aus der Tasche gezogen.” Doch Angst, sich im Fernsehen zu blamieren, hatte Dirk Niehus nicht. „Da war wohl auch Glück bei”, sagt er, „aber jeder von uns hat im richtigen Augenblick etwas gewusst, das lief ganz gut”. Nur vor der 500.000-Euro-Frage hatten alle Respekt und sind vorsichtshalber ausgestiegen. Was ein Katschil sei, wurde da gefragt.

Das wusste niemand, doch wie sich nach der Auflösung zeigte, hätte Tochter Caroline auf die richtige Lösung getippt: Miteinander verwandte Säugetierarten aus der Familie der Paarhufer. Seis drum. „Das war eine super Erfahrung”, sagt Dirk Niehus, der sie allerdings nicht mehr aufgefrischt hat. „Wir haben das Ganze zwar auf DVD, haben uns die Sendung nach der Erstausstrahlung aber nicht mehr angesehen.” Doch wenn wieder einmal jemand in sein Geschäft kommt und sich erinnert, plaudert er gern ein wenig über seinen großen TV-Moment.
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