Spangdahlem/Laufeld - US-Kampfflugzeug stürzt in der Nähe von Eifel-Dorf ab

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US-Kampfflugzeug stürzt in der Nähe von Eifel-Dorf ab

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:
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Die Trümmer eines Kampfjets der US-Luftwaffe vom Typ A-10 „Thunderbolt II” liegen an der Absturzstelle auf einer Wiese in Laufeld (Kreis Bernkastel-Wittlich). Der Jet ist am Nachmittag aus noch ungeklärter Ursache abgestürzt, der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Foto: dapd

Spangdahlem/Laufeld. Ein Kampfflugzeug der US-Streitkräfte ist am Freitag in der Vulkaneifel nur 300 Meter von Wohnhäusern entfernt bei Laufeld (Kreis Bernkastel-Wittlich) abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit einem Schleudersitz aus der Maschine retten, wie ein Sprecher der Polizei Trier auf Anfrage mitteilte.

Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. An Bord der Maschine sollen nach Angaben von Polizisten vor Ort 11.000 Schuss scharfe Munition gewesen sein.

Laut US-Air-Force handelt es sich bei dem abgestürzten Flugzeug um eine „A-10 Thunderbolt II”, auch „Warzenschwein” genannt. Die nur mit einem Piloten besetzte Maschine von der US-Luftwaffenbasis Spangdahlem in der Eifel habe sich auf einen routinemäßigen Trainingsflug befunden, als sie gegen 16.00 Uhr aus noch ungeklärten Gründen abstürzte.

Anwohner berichten von dicken Rauchwolken

Augenzeugen zufolge soll das Flugzeug bereits gebrannt haben, als
es über den rund 500 Einwohner großen Ort Laufeld flog. Eine
Anwohnerin berichtete danach von einem lauten Knall. Es seien „dicke
schwarze Rauchwolken” aufgestiegen, sagte die Frau, die nach eigenen
Angaben rund 500 Meter vom Unglücksort entfernt wohnt. Laufeld liegt
in der Einflugschneise der US-Airbase Spangdahlem. Ein weiterer
Zeuge berichtet von einer brennenden Wiese rund um den Einschlagsort
des Fliegers.

Der Bürgermeister von Laufeld, Karl-Josef Junk, bestätigte, dass
die Maschine etwa 300 Meter vor dem Dorf und 500 Meter von der
Autobahn 1 entfernt abgestürzt sei. „Wir sind wohl knapp einer
Katastrophe entgangen”, sagte Junk der Nachrichtenagentur dapd. Die
Maschine sei mit der Spitze im Boden aufgeschlagen, und ein großer
Krater sei entstanden, fügte der Bürgermeister hinzu. Die A-10 wurde
beim Aufprall in Tausende Einzelteile gerissen. Zeugen zufolge hat
der Pilot die brennende Maschine möglicherweise über einem
Gewerbegebiet herumgerissen und über freies Feld geflogen.

Unglücksort ist abgesperrt

Den Angaben des Bürgermeisters zufolge war der Pilot ansprechbar
und klagte über Rückenschmerzen. Vor dem Transport ins Krankenhaus
habe er noch gefragt, ob Anlieger verletzt worden seien. Bereits
nach drei Minuten sei die örtliche Feuerwehr an der Unglücksstelle
eingetroffen und habe die Maschine gelöscht. An dem Rettungseinsatz
waren Feuerwehren, Polizei und ein Rettungshubschrauber beteiligt.

Nach dem Unfall begannen Experten der US-Luftwaffe damit, das Areal
nach Trümmerteilen abzusuchen. Einem Sprecher zufolge werden die
Trümmer mit Video dokumentiert und danach ausgewertet. Mit konkreten
Hinweisen auf die Unfallursache könne aber frühestens in 30 Tagen
gerechnet werden. Die Luftwaffe hat den Unglücksort weiträumig
abgesperrt.
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