Leipzig - Tierische Freunde: Alarmanlagen und Lebensretter

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Tierische Freunde: Alarmanlagen und Lebensretter

Von: Birgit Zimmermann, dpa
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In Bayern bewies ein Lama Qualitäten in der Selbstverteidigung und vertrieb mit Drohgebärden einen Kampfhund. Foto: ddp

Leipzig. Ein Hund bellt laut und warnt sein Herrchen vor Feuer. Ein Marienkäfer ist genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um einen Autodiebstahl zu vereiteln. Größere und kleinere Tiere haben sich 2009 als Retter in der Not bewährt.

Und sogar in Sachen Selbstverteidigung haben die tierischen Freunde einiges auf dem Kasten, wie Polizei und Feuerwehr zu berichten wussten.

Im niedersächsischen Gieboldehausen verdankt ein 43 Jahre alter Hausbesitzer vermutlich seinem Hund das Leben. Es hatte sich nachts ein Brand im Schornstein entwickelt. Der Hund bemerkte den Rauch und bellte so laut, dass der Mann aufwachte. Die Feuerwehr löschte die Flammen; Hund und Herrchen blieben unverletzt.

In Dresden legte ein Marienkäfer zwei Dieben unversehens das Handwerk. Der Käfer hatte sich ein Restaurant als Winterquartier ausgesucht und wurde dort beim Saubermachen entdeckt. Eine tierliebende Mitarbeiterin wollte dem Winzling einen neuen Unterschlupf suchen und ging dazu auch vor das Lokal. Dabei beobachtete sie zwei Männer, die sich an einem Auto zu schaffen machten. Die Polizei fasste die 19 und 20 Jahre jungen Herren.

Nicht immer aber bewährten sich die Tiere als „Alarmanlage”. Im ostwestfälischen Löhne verschlief ein Wachhund völlig die Diebestour von Einbrechern. Die Kriminellen durchsuchten mehrere Räume eines Hauses - während der Hund der Familie seelenruhig im Treppenhaus döste. Die Opfer hatten den Verlust von Geld und ihres Autos zu beklagen. Ob der Hund Ärger mit Herrchen und Frauchen bekommen hat, war den Polizeiangaben nicht zu entnehmen.

Besser machte es eine Polizeihündin im hessischen Eschborn: Sie erschnüffelte gleich vier Einbrecher. Die 18 bis 26 Jahre alten Männer waren in ein Haus eingedrungen. Die Polizei umstellte das Gebäude. Die Einbrecher versteckten sich, waren aber letztlich weder unter einer Treppe noch auf oder in einem Schrank vor Spürnase „Summer” sicher.

Nicht nur die Beziehungen zwischen Mensch und Tier sorgten 2009 für Schlagzeilen; auch von Tier zu Tier gab es einige einprägsame Begegnungen. Nicht so schnell vergessen wird vermutlich ein Fuchs seine Bekanntschaft mit Katze „Pinki” in Tübingen. Der Fuchs war durch eine Katzenklappe ins Haus gelangt - sehr zum Missfallen der Mieze. Sie scheuchte Meister Reinecke herum, bis der sich völlig verängstigt in den Keller verkroch. Dort wurde er von Polizisten eingefangen und in den Wald zurückgebracht.

Im bayerischen Landshut schließlich bewies ein Lama Qualitäten in der Selbstverteidigung. Sein Besitzer war mit „Chico” spazieren gegangen, als ihnen plötzlich ein streunender Kampfhund begegnete. „Chico” fackelte nicht lange, gab einen Spucke-Warnschuss ab und stellte sich auf die Hinterbeine. Die Drohgebärden des 120 Kilogramm schweren Lamas zeigten Erfolg: Der Rottweiler suchte sofort das Weite.
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