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Polizei reagiert auf „Fake News” zu Dortmunder Silvesternacht

Von: dpa
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Dortmund Silvester
Eine Silvesterrakete hatte in Dortmund am Dach ein Fangnetz eines Baugerüsts in Brand gesetzt. Foto: Peter Bandermann/dpa

Dortmund. Nach einer absichtlichen Falschmeldung über die Ereignisse in der Silvesternacht in Dortmund hat die Polizei am Donnerstag eine detaillierte Einsatzbilanz veröffentlicht. Die rechtspopulistische US-Seite „Breitbart” hatte im Internet einen englischsprachigen Bericht mit der Überschrift „1000-Mann-Mob setzt Deutschlands älteste Kirche in Brand” versehen.

Der Text erzeugt unter anderem den Eindruck, dass eine Gruppe von Ausländern mit Feuerwerkskörpern gezielt gegen andere Besucher und Polizisten vorgegangen war. Die Männer hätten auch das Dach der Reinoldikirche in Brand gesetzt, heißt es. Der Bericht bezieht sich dabei in verfälschender Weise unter anderem auf die Berichterstattung der „Ruhr Nachrichten”.

Die Polizeibehörde stellte am Donnerstag noch einmal klar: „Herausragende oder spektakuläre Silvestersachverhalte wurden bis zum heutigen Tage nicht gemeldet.” Tatsächlich hätten sich auf einem Platz in der Innenstadt rund 1000 Menschen versammelt. Dabei sei es zum Teil zu unsachgemäßem Einsatz von Silvesterfeuerwerk gekommen. Dies sei allerdings durch konsequentes Einschreiten unterbunden worden.

Die Dortmunder Feuerwehr hatte bereits am Neujahrstag gemeldet, dass es durch eine Silvesterrakete zu einem Brand eines Gitterschutznetzes an der Reinoldikirche gekommen sei. Mit dem Netz ist derzeit ein Baugerüst verkleidet.

Das Feuer habe jedoch schnell gelöscht werden können, heißt es in dem Bericht. Die Polizei hat nach Angaben einer Sprecherin „keinerlei Erkenntnisse, dass die Rakete absichtlich abgefeuert wurde”. Die Dortmunder Polizei sprach von einem durchschnittlichen bis ruhigen Verlauf der Silvesternacht.

Die Reinoldikirche in Dortmund wurde um 1260 fertiggestellt. Als älteste Kirche Deutschlands gilt der Trierer Dom, dessen Anfänge in das frühe 4. Jahrhundert reichen.

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