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Pixie und Long Bob: Die neuen Trendfrisuren für den Sommer

Von: Manja Greß, dpa
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Kompakt mit grober Textur - die neuen Männerschnitte erinnern an die Pilzköpfe der Beatles. Foto: dpa

München/Worms. Bei den Frisurentrends für den Sommer geben erneut Prominente die Richtung vor: Im vergangenen Jahr war es das britische Top-Model Agyness Deyn, das dem blonden Kurzhaarschnitt zu neuer Geltung verhalf. Und dieses Mal sind sich die Experten einig, dass Heidi Klum mit ihrem bis auf die Schultern reichenden Langhaarbob Einfluss auf die neuen Looks hatte.

Das deutsche Model entzückte Haarstylisten und Klatschpresse, als sie ihre langen Haare jüngst zum Long Bob kürzen ließ: Für die Langhaar-Version wird ein gerader Bob auf Schulterhöhe geschnitten und dann parallel zur Gesichtskontur sanft abgestuft, erläutert Friseur und Promi-Stylist Alexander Voit aus München. Die zweite Trendfrisur in dieser Saison ist der „Pixie Cut”.

Dieser Schnitt definiert sich durch seine exakt geschnittenen Konturen. Das Deckhaar bleibt länger, die Seiten- und Nackenpartien sind extrem kurz - eine „neue Generation des Kurzhaarlooks”, wie es im Trendstatement des Zentralverbands des deutschen Friseurhandwerks in Köln heißt.

Trotzdem bietet er individuelle Stylingmöglichkeiten: „Denn kurz ist nicht gleich kurz”, sagt Voit. So lasse sich der Pixie fransig frech tragen, aber auch elegant feminin oder voluminös zerzaust. Einen Nachteil hat der modische Kurzhaarschnitt allerdings: Da er nur exakt geschnitten gut aussieht, ist der monatliche Friseurbesuch Pflicht.

Aber auch von klassischen Looks haben sich die Trendfriseure inspirieren lassen. Madonna und Gwen Stefani haben beispielsweise dafür gesorgt, dass Klassiker wie lange Locken mit viel Volumen nicht von den Köpfen verschwinden.

„Mit ihren Locken haben sie den langsamen Anstieg der Dauerwellen-Renaissance eingeleitet”, sagt Jens Dagné von der Friseurvereinigung Intercoiffure.

Auffallend sei auch der Aufstieg von „Diva-Frisuren mit ihren leichten Wellen in den Langhaar-Looks” - diese würden immer wieder von Jennifer Lopez und Gisele Bündchen auf dem Roten Teppiche gezeigt.

„Damit steigt auch bei den Kundinnen das Interesse für Frisuren mit Glamour-Charakter”, sagt der Friseurmeister aus Worms.

Out sei alles, was unnatürlich aussieht - „toupierte Hinterköpfe oder Gel-Frisuren” nennt Voit als Beispiele. Auch „vorne kurz und hinten lang” ist nach Ansicht des Stylisten nicht mehr angesagt.

Und Frisuren mit unterschiedlich langen Stufen und Fransen seien ebenfalls nicht mehr up to date. Der Pony allerdings bleibt im Trend.

„Das liegt allein schon daran, dass er den Frauen so viele Möglichkeiten zur Verwandlung gibt”, erläutert Dagné. „Die neuen Ponys sind mal außerordentlich lang, geometrisch exakt geformt oder kommen leicht zerrupft daher.”

Farblich geht der Trend zu warmen Tönen - zu erdigem Kupfer zum Beispiel. „Für einen tollen Glanz, optisch mehr Bewegung und Volumen können Blocksträhnen in den Farben Haselnuss und Honigblond schräg über den Kopf gesetzt werden”, sagt Tobias Tröndle von der Essanelle Hair Group in Neuss.

Bei sehr dunklen Haaren können leichte Rot-Nuancen für Akzente sorgen. „Helle und gleichzeitig warme Farbtöne wie Mittelgoldblond oder dunkler Honig geben dem Haar optische Tiefe und wirken weich und edel.”

Fransige Bobs zum Beispiel mit kurzen Seiten, oben zum Teil stark durchgestuft, sind auch in der Trendkollektion der Salonkette zu sehen.

Warme Farbnuancen sind auch laut den Stylisten von Wella Professionals aus Darmstadt angesagt. Goldenes Kupfer, leuchtendes Rot und zartes Braun nennen die Experten in ihrem Trendreport, natürlich müsse die Wirkung sein. Natürlichkeit bedeutet allerdings nicht, dass die Haare nach dem Friseurbesuch von allein perfekt fallen.

Viele der neuen Schnitte kommen nicht ohne passende Styling-Utensilien aus. So sind laut Dagné für den Glamour-Style à la Jennifer Lopez heizbare Lockenwickler geeignet. Mit den neuen Glätteisen ließen sich die benötigten Locken ebenso drehen. Auch glatte Bobs lassen sich am besten mit Glätteisen stylen.

Längenunterschiede und Fransen: Die Männerschnitte

Den Look der Männer bestimmen in dieser Saison kompakte Frisuren - eine Mischung aus Beatles-Pilzköpfen und Helmen. Wichtig ist eine Wellenstruktur.

Starke Längenunterschiede in einigen Schnitten erzeugen Bewegung und eine strähnige Struktur. Aber auch der Kurzhaarschnitt ist im Trend, sagt Jens Dagné von der Friseurvereinigung Intercoiffure.

Charakteristisch für viele Kurzhaar-Stylings seien leicht fransig geschnittene Ponys, weich definierte Konturen und eine insgesamt grobe Haar-Textur.

Daneben sieht der Friseurverband den „Nerd-Style nach Vorlage eines Bill Gates” im Zentrum: Mit einem extrem kurzen Pony avanciere der „Streberlook” zum Kultschnitt. Gerade Konturen würden dabei mit einer lässigen Struktur am Oberkopf kombiniert.
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