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NRW-Zoos freuen sich über Baby-Boom

Von: dpa
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Löwennachwuchs im Zoo
Zwei kleine Löwen erkunden im Zoo in Wuppertal das Gehege. Vier Löwenbabys, drei Weibchen und ein Männchen, wurden vor fünf Wochen geboren und wurden jetzt der Öffentlichkeit präsentiert. Foto: dpa

Düsseldorf. Baby-Boom in den Zoologischen Gärten und Tierparks Nordrhein-Westfalens: Pünktlich zu Ostern herrscht in den tierischen Kinderstuben landesweit reges Treiben.

„Wir haben in diesem Jahr verhältnismäßig viele junge Tiere”, sagte Norbert Oellers am Mittwoch. In seinem Tierpark in Mönchengladbach halten sich in einer Baumhöhle drei oder vier kleine Waschbären versteckt - wie viele es genau sind, sei noch nicht festzustellen: „Wir sehen da immer wieder mal einen Kopf rausgucken”, sagte Oellers. Eine Attraktion sei das kleine Kapuziner-Äffchen - gerade einmal eine Woche alt und „so groß wie ein Drittel Eichhörnchen”.

Im Zoo Duisburg dürfen mit den frühlingshaften Temperaturen nun auch die beiden Gorilla-Babys an die frische Luft. „Sehr skurril” findet Jochen Reiter, Wissenschaftlicher Assistent, jedoch den zehn Wochen alten Ameisenbär, der sich auf Mamas Rücken umhertragen lässt: „Der hat keine Zähne aber eine ewig lange Zunge.”

Mit 1,60 Metern ganz schön groß sei das kleine Trampeltier. „Weil die beiden Höcker noch nicht mit Fett gefüllt sind, schwabbeln sie noch rum.” Stolz sei der Zoo auf den Nachwuchs bei den bedrohten Bärenstummelaffen, deren Zuchtbuch in Duisburg liegt.

Vier kleine Kattas, Drillinge und ein weiteres Baby, teilen sich im Münsteraner Allwetterzoo die „Milchbars” der beiden Mamas. Zwillinge seien bei der aus Madagaskar stammenden Lemurenart nicht ungewöhnlich, Drillinge hingegen eine „kleine Sensation”.

Zoo- Sprecherin Ilona Zühlke sieht den Publikumsrenner aber im Gehege der Erdmännchen. Dort erkunden seit Ende Februar zwei Jungtiere die Anlage. In Münster gibt es auch ein etwa zwei Wochen altes Kamel und Nachwuchs bei mehreren Hirsch- und Bockarten zu sehen.

Besucher des Krefelder Zoos erwartet eine kleine Überraschung: Die vier jungen Guereza-Äffchen büxen gern mal aus und kommen den Spaziergängern beim Toben in die Quere. „Für die Besucher ist das ein Hit”, sagte Sprecherin Petra Schwinn.

Mit der Nase am Gitter machen sich die neugierigen Baby-Alpakas ein Bild von den Besuchern. Schon etwas größer ist der Nachwuchs bei den Tigern: Im vergangenen August geboren, darf er nun an der frischen Luft die Anlage erkunden.

Im Zoo von Wuppertal stapfen vier Löwen-Junge, ein Männchen und drei Weibchen, durch die Anlage. Die Kleinen sind etwa fünf Wochen alt und verbringen den Tag im Moment vor allem mit Spielen und Schlafen. Auch bei den Affen und Antilopen hat sich Nachwuchs eingestellt.

Im Januar kam im Kölner Zoo eine Giraffe zur Welt. Das „Riesen- Baby” misst inzwischen 2,30 Meter. Seit einer Woche können Besucher auch das Jungtier der Malaienbären beobachten.

Doch es gab auch gefiederten Nachwuchs - bei den Marabus und Pelikanen sowie den Reisfinken. Zahlreiche Maskenkiebitze sind ebenso geschlüpft: „Die sind dreimal so groß wie eine Hummel und flitzen durch das Gehege”, sagte ein Zoo-Sprecher. Ganz beliebt bei den Zaungästen sind auch in Köln die kleinen Erdmännchen.

Sumatra-Tigerbabys im Doppelpack hat der NaturZoo in Rheine zu bieten. Die beiden kleinen Großkatzen stellen die Besucher auf die Probe: Sie unternehmen zwar schon Erkundungsausflüge, doch immer wieder ziehen sie sich in ihre Höhle zurück.

Mit vier Affenkindern konnte der Tierpark auch seinem Ruf als Koordinator des Europäischen Zuchtprogramms gerecht werden: Die sehr wertvollen Blutbrustpaviane kamen in der Zeit zwischen Ende Februar und Anfang April zur Welt. In den Beuteln zweier Känguru-Mütter tut sich ebenfalls etwas: Ab und zu streckt der Nachwuchs die Köpfchen ins Freie.

Eine erst drei Monate alte, aber schon knapp zwei Meter große Giraffe ist der Star im Safari- und Hollywoodpark Stukenbrock. „Wir freuen uns sehr, weil bei uns seit fünf oder sechs Jahren kein Giraffen-Junges mehr geboren wurde”, sagte Geschäftsführer Fritz Wurms. Der staksige „Kleine” stolziere „sehr neugierig” durch die nachgebildete Steppe.

In seinem 40. Jahr kann der Park außerdem wieder mit zwei kleinen weißen Löwen aufwarten. In Stukenbrock keine Seltenheit, sehr wohl aber in Deutschland: „Wir sind die einzigen hierzulande, die weiße Löwen züchten”, erläuterte Wurms.

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