Amsterdam - Museum will Auto des Beatrix-Attentats zeigen

Museum will Auto des Beatrix-Attentats zeigen

Von: dpa
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Amsterdam. Ein Museum in den Niederlanden will das Auto ausstellen, das für den Mordanschlag auf Königin Beatrix (72) benutzt wurde. Mit dem Kleinwagen hatte der Täter voriges Jahr in Apeldoorn vor den Augen der Monarchin sieben Menschen getötet, den offenen Bus der Königin jedoch knapp verfehlt.

Angehörige der Attentatsopfer protestierten am Freitag gegen die Pläne des Apeldoorner CODA- Museums. Die Trümmer des schwarzen Wagens zur Schau zu stellen, mit dem ihre Lieben in den Tod gerissen wurden, sei „eine gruselige Vorstellung”, erklärten sie im Sender RTL Nederland. „Wir sind keineswegs froh darüber”, sagte Apeldoorns Bürgermeister Fred de Graaf. Die Verantwortung liege aber bei dem Museum.

Dessen Direktorin Carin Reinders räumte ein, dass Gefühle verletzt werden könnten. „Es kommt darauf an, eine geeignete Form zu finden”, sagte sie der Zeitung „De Telegraaf”. „Vorläufig machen wir das nicht, denn das ist noch zu frisch. Aber irgendwann später werden wir es wohl tun.”

Aus unklaren Motiven hatte der 38-jährige Gabelstaplerfahrer beim Festumzug zum Königinnentag am 30. April 2009 mit seinem Suzuki Absperrungen durchbrochen und war durch die Zuschauer auf den Beatrix-Bus zugerast. Er verletzte 17 Menschen. Sieben von ihnen starben.

Der Wagen prallte gegen ein Denkmal. Dabei erlitt der Attentäter tödliche Verletzungen. Nach dem Anschlag wurden die Sicherheitsvorkehrungen bei Auftritten der Königin, die früher gern ein Bad in der Menge nahm, erheblich verschärft.

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