Waldshut-Tiengen - Max Mutzke ist wieder da

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Max Mutzke ist wieder da

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Max Mutzke ist wieder da
Der Sänger Max Mutzke. Foto: dpa

Waldshut-Tiengen. Max Mutzke ist zurück auf der großen Bühne: Fünf Jahre, nachdem er von TV-Entertainer Stefan Raab entdeckt wurde, startet der Soulsänger aus dem Schwarzwald seine Deutschland- Tournee. Mit einem neuen Album will der 27-Jährige beweisen, dass er sich vom Casting-Künstler zum ernsthaften Musiker entwickelt hat.

Seiner Heimat bleibt Mutzke treu. An seiner Karriere bastelt er von Waldshut-Tiengen aus, seiner Geburtsstadt am Hochrhein.

Mutzke hat sich nach dem Sieg in der TV-Casting-Show über einen vergleichsweise langen Zeitraum im Musikgeschäft gehalten. Sein drittes Album widmet er der Region, der er sich verbunden fühlt: „Black Forest”. Mit ihm geht er von 19. April an auf Tour. Bis zum 30. April tritt Mutzke mit seiner neuen, fünfköpfigen Band in zehn Städten auf. Das Abschlusskonzert gibt er in seiner Heimatstadt.

Die Dimensionen haben sich für Mutzke verändert, die Kulisse seiner Auftritte ist kleiner geworden. „Die Euphoriewelle, auf der ich anfangs geschwommen bin, ist abgeebbt”, sagt der Sänger und Schlagzeuger, dessen Markenzeichen die gewaltige Soulstimme ist.

Ende 2003, als er noch Schüler war, gelang Mutzke der Sprung ins Musikgeschäft. Damals wurde er von Raab in dessen Show „TV Total” entdeckt, er wurde schnell zum Publikumsliebling. Unter Raabs Führung schoss der bescheiden auftretende Mutzke an die Spitze der Hitlisten. Er landete mit der Soulballade „Cant Wait Until Tonight” einen Nummer-Eins-Hit. Mit ihm sang er im Mai 2004 für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Istanbul und belegte dort Platz 8. Kurz darauf machte er in Waldshut-Tiengen sein Abitur.

„Mein Ziel war es immer, ein Dauerläufer zu sein, nicht eine musikalische Eintagsfliege”, sagt Mutzke heute. Zwar ist es seit 2005 ruhiger um ihn geworden. „Wirklich weg war ich aber nie.” Mutzke produzierte Alben, trat bei Konzerten und in Fernsehshows auf. Zudem ging er mit der britischen Sängerin Katie Melua auf Tour.

In die Schlagzeilen geriet er im Oktober 2005. Als Beifahrer war er mit einem Freund in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt. Eine 32-jährige, schwangere Autofahrerin kam ums Leben, als ihr Kleinwagen von Mutzkes Auto erfasst wurde. Mutzke wurde leicht verletzt, sein 39-jähriger Freund schwer.

„Die letzten fünf Jahre waren emotional eine Achterbahn. Jetzt freue ich mich darauf, als Profimusiker zu arbeiten”, sagt der 27- Jährige, der eigentlich Maximilian Nepomuk heißt. „Ich bin jetzt in dem Fahrwasser, in das ich immer wollte.” Trotz des Erfolgs werde er sich treubleiben. „Ich bin ein Mann der Musik, kein Mann der Show und des Blitzlichtes.” In der Öffentlichkeit werde er sich auch weiterhin zurückhaltend und bodenständig zeigen.

Von seinem musikalischen Ziehvater Raab hat sich Mutzke getrennt. Er hat eine neue Plattenfirma, eine neue Band und neue Produzenten: Michael Kersting und Oliver Rüger.

„Ich will ehrliche Musik machen”, sagte Mutzke. Die Songs des neuen Albums zeigen seine Vielseitigkeit. Sie bewegen sich zwischen Soul, Pop und Funk. Sixties-Retro-Klänge wechseln sich mit Power-Soul und Soulrock ab. Das Lied „Marie”, die Single-Auskoppelung des Albums, hat es bereits in die Charts geschafft.
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