Köln - LaFee kämpferisch: „Von wegen weg vom Fenster”

LaFee kämpferisch: „Von wegen weg vom Fenster”

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„Ich würde mein Aussehen nicht der Gothic-Szene zuordnen, sondern es eher als erwachsen, stellenweise als damenhaft beschreiben”: LaFee. Foto: Bito/EMI

Köln. Ein Teenager rechnet ab: „Ring frei” lautet der kämpferische Titel von LaFees neuem Album, das seit gestern auf dem Markt ist. Das Album ist eine Kampfansage an alle, die dachten, die 18-Jährige sei eine Eintagsfliege in der Musikbranche. Unsere Mitarbeiterin Heike Eisenmenger hat sich mit der jungen Rocksängerin, die aus Stolberg stammt und nun in Köln lebt, unterhalten.

Gibt es so viele Leute, die nicht an Deine musikalischen Fähigkeiten glauben?

LaFee: Nein, nicht viele, aber Leute, die schlecht über einen reden, die neidisch sind oder einfach keine Ahnung haben, mit denen hat jeder Künstler zu kämpfen. Diesen Menschen, die nicht an mich glauben, will ich mit meinem neuen Album beweisen, dass sie sich geirrt haben. Mit diesem Album sage ich: Hey, hier bin ich - von wegen, LaFee ist weg vom Fenster!

Du warst ein Jahr lang von der Bildfläche verschwunden. Was hast Du in dieser Zeit gemacht?

LaFee: Ich war die meiste Zeit auf Ibiza, im Tonstudio, habe fleißig am „Ring frei”-Album gearbeitet. Worauf ich besonders stolz bin ist, dass ich alle 13 Songtexte selbst geschrieben habe. Allerdings hat mir mein Team dabei zur Seite gestanden, ich habe noch nicht genug Erfahrung, um ein Album ganz ohne Hilfe fertigzustellen. Aber ich lerne jeden Tag dazu, die Arbeit macht mir einen Riesenspaß.

Unser Interview-Termin musste verschoben werden, weil Du Kreislaufprobleme hattest, Du musstest sogar eine Autogrammstunde abbrechen.

LaFee: Das war halb so wild, wie es sich vielleicht im ersten Moment anhört. Ich habe einfach einen schlechten Tag gehabt. Morgens habe ich es mit dem Fitnesstraining ein bisschen übertrieben, ich hatte eine leichte Erkältung, und obendrein war es im Job ziemlich stressig - es kam eben alles zusammen. Ich habe mich durchchecken lassen, der Arzt sagt: „Alles im grünen Bereich, kein Grund zur Beunruhigung.”

Es gab Schlagzeilen, die titelten, Du leidest unter dem Burn-Out-Syndrom.

LaFee: Das ist totaler Blödsinn. Die Leute, die das verzapfen, sind genau die, denen meine Kampfansage gilt.

Zurück zum Album: Was bedeutet Dir dieses vierte Album?

LaFee: Es ist das bisher wichtigste Album für mich, weil es entscheidend für meine Karriere ist. LaFee ist reifer und erwachsener geworden, das spiegelt dieses Album - es ist mein drittes deutschsprachiges Album -Ê wider. Wie bereits gesagt, habe ich alle Songtexte selbst verfasst - gerade darum ist es für mich so wichtig, wie das Album ankommt.

Worüber singst Du?

LaFee: Über Positives wie Negatives, eben das, was man erlebt. Aber nicht jedes Lied ist autobiographischen Ursprungs. In dem Lied „Danke” sind meine Eltern Thema, ich bedanke mich da für alles, was sie für mich getan haben. Ohne sie würden wir uns jetzt nicht über Musik unterhalten.

Hat sich Deine Musik in ihren Grundzügen verändert?

LaFee: Nein, da kann ich alle Fans beruhigen, LaFee ist ihrem Stil treu geblieben. Die größte Veränderung betrifft mein Äußeres, ich habe jetzt schwarze statt blonde Haare, dazu blutrot geschminkte Lippen. Ob ich so auf Tournee gehe, wird noch nichr verraten.

Dein Video zu „Ring frei” lebt von Fantasiekostümen, dramatisch wirkendem Make-up, erinnert vom Stil her an den Science-Fiction-Thriller „The Cell”. Es besteht mitunter eine frappierende Ähnlichkeit zwischen Dir und Jennifer Lopez, die die Hauptrolle in dem Film spielt. Ist diese Ähnlichkeit Absicht?

LaFee: Vielen Dank fürs Kompliment, dass ich Jennifer Lopez ähnlich sehe, das hat mir bis jetzt noch keiner gesagt. Aber ich empfinde es als ein Riesenlob, immerhin reden wir von Jennifer Lopez, die supergut aussieht und eine tolle Künstlerin ist, aber beabsichtigt war diese Ähnlichkeit nicht, wohl aber die zum Film „The Cell”.

Der Film ist zwar für seine fantasievollen Bilder gelobt worden und hat auch einen Oscar für das „Beste Make-up” kassiert, aber was den Inhalt betrifft, kam er schlecht weg. Hast Du keine Sorge, dass man das auch auf Dein Album übertragen könnte?

LaFee: Nein. Es sind starke, mystische Bilder, die diesen Film zu etwas Besonderem machen, und nur das wurde ins Video transportiert. Die Handlung ist in diesem Fall unerheblich, weil wir nur die Idee mit den Bildern genommen haben.

Dein Outfit könnte man dem Gothic-Stil zuordnen. Haben wir es künftig mit einer düsteren LaFee zu tun?

LaFee: Auf keinen Fall, mystisch und geheimnisvoll, ja, das ist LaFee auf alle Fälle. Außerdem würde ich mein Aussehen nicht der Gothic-Szene zuordnen, sondern es eher als erwachsen, stellenweise als damenhaft beschreiben.

Am 7. Mai startet in Erfurt Deine „Ring frei”-Tour. Wirst Du auch in Aachen auftreten?

LaFee: Ja, auf meine Fans in meiner Heimatregion freue ich mich besonders. Aber ein Datum steht noch nicht fest, wahrscheinlich ist der Termin im Mai.

Im Rahmen ihrer „Ring frei”-Tournee” tritt LaFee am Freitag, 22. Mai, um 18.30 Uhr im Kölner E-Werk auf.

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