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Kraft holt Gang vor den Traualtar nach

Von: Christian Wolf, dapd
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Kraft
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und ihr Mann Udo posieren auf einem Hochzeitsfoto (undatiertes Handout, Aufnahmeort unbekannt). Hannelore und Udo Kraft haben nach 20 Jahren Ehe nun auch noch kirchlich geheiratet. Das Hochzeitsfoto lies die Regierungschefin am 10.10.2012 übern den Kurznachrichtendienst Twitter und über Facebook verbreiten. Foto: privat/dpa

Düsseldorf. Hannelore Kraft hat wieder Ja gesagt: 20 Jahre nach ihrer standesamtlichen Trauung haben die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin und ihr Mann Udo kirchlich geheiratet. Über den Kurznachrichtendienst Twitter und ihr Facebook-Profil gab die SPD-Politikerin am Mittwoch die Trauung bekannt. Wo und wann Kraft geheiratet hat, ist allerdings unklar.

„Was für ein wundervoller Tag! Nach 20 Jahren noch mal ”JA„! Wir halten unser Glück einfach fest”, schrieb Kraft. Zudem veröffentlichte die 51-Jährige ein Foto, auf dem sie in einem weißen langen Brautkleid zu sehen ist. Die Schleppe weht wie durch eine Windböe aufgewirbelt durch die Luft. Neben ihr Mann Udo in einem schwarzen Anzug mit Fliege und Einsteckblume. Im Hintergrund ist eine steppenähnliche Landschaft samt Hügeln zu sehen.

Udo und Hannelore Kraft stammen beide aus dem Ruhrgebiet und wuchsen in der Nachbarschaft auf. So richtig gekannt haben sich die beiden allerdings nicht. „Ich bin mir allerdings sicher, dass er mir damals auf dem Schulweg immer Juckpulver in den Rücken gesteckt hat”, erzählt Kraft auf ihrer persönlichen Internetseite. Wiedergetroffen haben sich die beiden 1992 beim Karneval in einem Weinlokal - „und Hals über Kopf ineinander verliebt”. Noch im selben Jahr gab sich das Paar standesamtlich das Ja-Wort und schon 1993 wurde Sohn Jan geboren.

Kurz nach dem Sieg bei der Landtagswahl im Mai verkündete Kraft dann die geplante kirchliche Trauung. „Udo und ich werden in diesem Jahr noch einmal heiraten. Diesmal kirchlich und ich möchte dann auch in Weiß das Jawort geben”, sagte sie der „Bild”-Zeitung. In der „Bunten” ergänzte sie: „Am Anfang unserer Ehe haben wir uns gesagt, wir versuchen es zu schaffen, zusammen zu bleiben, bis unser Junge groß ist. Dann verhandeln wir noch mal. Das haben wir getan. Wir wollen weitermachen und dieses Mal auch kirchlich heiraten.”

Über Ort und Zeitpunkt der kirchlichen Trauung wollte Kraft in den vergangenen Monaten nicht sprechen. Sie sagte lediglich, dass die Hochzeit im Ausland stattfinden solle und nur der engste Familien- und Freundeskreis dabei sein werde. Zuletzt wurde Kraft bei ihrem Auftritt in der ZDF-Sendung „Wetten, dass..?” auf die geplante Hochzeit angesprochen. Aber auch dort ließ sich die 51-Jährige nicht breitschlagen und nannte keine Details.

Mit dem Verweis auf die Privatsphäre der Ministerpräsidentin wollte Regierungssprecher Thomas Breustedt am Mittwoch keine genaueren Informationen zur Hochzeit bekannt geben. Nach der Trauung steht in den kommenden Tagen allerdings erst einmal ein Urlaub an. Das politische Leben ruht während der Herbstferien im Land weitestgehend.

Nach der über das Internet verbreiteten Hochzeitsmeldung erhielt Kraft auf diesem Weg auch zahlreiche Glückwünsche. „Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit. Traumwetter an einem hoffentlich traumhaften Tag!”, schrieb CDU-Chef Armin Laschet via Twitter an die politische Gegnerin. Und auch der FDP-Vorsitzende Christian Lindner gratulierte zur kirchlichen Trauung. Bei Facebook wurde das Hochzeitsfoto binnen vier Stunden mehr als 3.000 mal mit „Gefällt mir” bewertet und über 500 mal kommentiert. Neben zahlreichen Glückwünschen erntete das Foto aber auch bissige Kommentare über die karge Landschaft, den umherwirbelnden Schleier und Udo Krafts Hand in der Hosentasche.
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