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Gesperrte Aufzüge: Tausende Franzosen müssen Treppen steigen

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Paris. Tausende französischer Hochhausbewohner müssen derzeit unfreiwillig Treppen steigen. Grund sind vom Staat verordnete Modernisierungsarbeiten und von den Behörden veranlasste Betriebsverbote für besonders marode Anlagen.

Nach einem Bericht der Tageszeitung „Le Parisien” (Freitag) haben die Behörden allein in Grigny südwestlich von Paris 32 Fahrstühle stillgelegt. Die Betreiberfirmen sind mit den Reparaturarbeiten völlig überlastet.

Vor allem Mütter und ihre Kinder, kranke und alte Menschen leiden laut Zeitung unter der Situation. „Meine Frau kann meinen Sohn nicht ganz hochtragen, wenn ich arbeite, kann er nur am Wochenende nach draußen”, sagte ein Mann, der mit Frau und 18 Monate altem Kind im elften Stock lebt.

Eigentlich sollten die Aufzüge bis Juli 2008 modernisiert sein. Diese Frist wurde bis Ende 2010 verlängert. „Es gibt mehr und mehr Fahrstühle, die wegen Wartungsarbeiten wochenlang stillstehen bis Ersatzteile kommen”, berichtete ein Mitarbeiter des nationalen Wohnungsverbandes CNL.

Der französische Verband für Aufzughersteller berichtet, dass in Frankreich jedes Jahr rund 150.000 Menschen im Fahrstuhl stecken bleiben. Zudem gibt es jährlich 2000 Unfälle, davon bis zu zehn, die tödlich oder mit schweren Verletzungen enden. Eigentümer und Betreibergesellschaften waren in Frankreich jahrzehntelang nicht verpflichtet, Aufzüge zu erneuern.
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