Los Angeles - Für Spray-Tanner Jimmy ziehen sich die Promis aus

Für Spray-Tanner Jimmy ziehen sich die Promis aus

Von: Britta Gürke, dpa
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Spray-Tanner Jimmy besprüht vor allem die Reichen und Schönen Hollywoods mit Selbstbräuner - und zwar auch an Stellen, wo sie selber nie hinkämen. Damit erspart er seiner meist wohlhabenden und berühmten Kundschaft die gefährliche Sonnenbank, gibt ihnen eine „gesunde Bräune” und modelliert gleichzeitig optisch die Figur. Foto: dpa

Los Angeles. Heidi Klum, Victoria Beckham, Eva Longoria Parker, Jennifer Lopez, Katy Perry - Jimmy Coco kennt sie alle, und zwar splitternackt. Wenn er anrückt, lassen die Promi-Frauen die Hüllen fallen.

Dann packt Jimmy seine Pistole aus, füllt braune Farbe ein, und die Damen drehen sich nach seinem Willen um sich selbst. Jimmy ist ein Spray-Tanner: Er besprüht vor allem die Reichen und Schönen Hollywoods mit Selbstbräuner - und zwar auch an Stellen, wo sie selber nie hinkämen. Damit erspart er seiner meist wohlhabenden und berühmten Kundschaft die gefährliche Sonnenbank, gibt ihnen eine „gesunde Bräune” und modelliert gleichzeitig optisch die Figur. Beim Auftritt auf dem Roten Teppich muss eben alles perfekt sein.

„Wenn ich einen Schönheitsfehler entdecke, gleiche ihn einfach aus, verliere aber kein Wort darüber”, sagt Jimmy. Auch Männern sprüht er schon mal ein künstliches Six-Pack auf oder lässt die Muskeln beeindruckender erscheinen, aber meistens eher für Filmszenen. „Männer haben auf dem Roten Teppich ja auch mehr an, da sieht man nicht jedes Detail.”

Bei „normalen” Frauen ohne Starallüren ist der Spaß noch nicht so richtig angekommen. Einige Beauty-Salons in New York oder Los Angeles bieten aber auch schon Spray-Tans (Sprüh-Bräunungen) für jedermann an. Die Preise liegen irgendwo zwischen 300 und weit über 1000 Dollar. „Ich denke, in ein paar Jahren wird das jeder machen”, meint Jimmy. Schließlich sei das Sprühen wesentlich gesünder als die Sonnenbank, und der Druck perfekt auszusehen wird auch nicht gerade weniger, sagt er. In die Wohnungen der Promis dürfen bisher aber nur wenige.

Jimmy hat seinen Job quasi selber erfunden. Wie er sagt, war er der erste, der mobile Spray-Tans angeboten hat, also Bräunung in der Kunden-Villa. Er war einst selber Model für Unterwäsche und Bademoden. „Ich bin ständig auf die Sonnenbank gegangen und habe mich verbrannt”, berichtet er. Bei Fotoshootings beobachtete er dann die Stylisten, wie sie seinen Körper mit Make-Up bearbeiteten - und seine Idee war geboren. Heute hat er sogar eine Organisation zum Kampf gegen Hautkrebs gegründet.

Wie sieht der Alltag eines Spray-Tanners aus? Heidi Klum etwa gehört zu den regelmäßigen Kundinnen, sagt er. „Heidi ist, was soll ich sagen, einfach unglaublich. Wenn ich zu ihr nach Hause komme, quatschen wir erst eine Viertelstunde. Dann zieht sie sich aus und ich lege los.” Und was muss man als Besprühte tun? „Man muss schon recht flexibel sein. Und es ist wichtig, dass beide in Bewegung bleiben.” Bleibt die Sprühpistole nämlich zu lange auf eine Stelle gerichtet, gibt es Flecken. „Es ist eigentlich alles ziemlich technisch.” Die Prozedur dauert etwa 10 bis 15 Minuten.

Zu Jimmys Lieblingkundinnen gehört neben Heidi auch „Posh” Victoria Beckham: „Ihre Spray-Tan-Posen sind die besten.” Im britischen „Heat”-Magazin schwärmte kürzlich Schauspielerin Eva Longoria Parker über Jimmy: „Meine Freundinnen fragen mich: Was hat er gemacht, und was hattest Du an? Und ich sage: Oh, ich hatte nichts an.”

Manchmal kommt selbst Jimmy in Stress, zum Beispiel letztens bei der Modenschau für die Unterwäsche-Firma „Victorias Secret”. Da hat er sämtliche Models besprüht, berichtet er. „Wir hatten eine Spray- Tan-Party bei mir im Hotel.” Jimmy hat eigentlich immer braune Flecken vom Selbstbräuner auf den Händen, und achtet natürlich penibel auf seinen eigenen Teint: „Wenn ich gebräunt bin, bin ich nicht deprimiert. Wenn ich bleich bin, bin ich deprimiert.”
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