München/Hamburg - Ex-Kanzler Schröder geht juristisch gegen Käßmann-Gerücht vor

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Ex-Kanzler Schröder geht juristisch gegen Käßmann-Gerücht vor

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München/Hamburg. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder geht juristisch gegen den Hamburger Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel vor. Dieser behauptet in einem Blogbeitrag auf seiner Internetseite, dass Schröder der Beifahrer von Bischöfin Margot Käßmann bei deren Fahrt unter Alkoholeinfluss in Hannover gewesen sein soll.

Im Auftrag Schröders verlangt der Anwalt Michael Nesselhauf von Steinhöfel eine „strafbewehrte Unterlassungserklärung”, wie auf Steinhöfels Internetseite (http://www.steinhoefel.de/blog) zu lesen ist. Zudem will der Altkanzler den vollständigen Satz über Käßmann und Schröder in dem Blog verbieten lassen.

Das Anwaltsschreiben war am vergangenen Dienstag bei Steinhöfel eingegangen. Demnach sollte er die Erklärung bis zum vergangenen Mittwoch abgegeben haben.

Dem Nachrichtenmagazin „Focus” teilte Nesselhauf mit, dass Steinhöfels „Behauptung frei erfunden sei”. Steinhöfel hingegen sagte dem Nachrichtenmagazin, dass er zwei unabhängige Quellen habe und die von Schröders Anwalt geforderte Erklärung nicht unterzeichnen wolle. „Soll er doch Hauptsacheklage erheben. Dann könnte ich Frau Käßmann als Zeugin laden”, sagte Steinhöfel.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) soll auf „Focus”-Anfrage erklärt haben: „Frau Dr. Käßmann sieht keine Veranlassung, sich über das bisher Gesagte hinaus zu den Ereignissen des 20. Februar zu äußern.” Sie sehe auch keine Veranlassung, gegen die diversen Spekulationen vorzugehen, „die in bunter Vielfalt in den Internetblogs kursieren”.

Käßmann war Ende Februar nach einer Alkoholfahrt am Steuer ihres Dienstwagens von ihren Ämtern als EKD-Ratsvorsitzende und als Landesbischöfin von Hannover zurückgetreten. Zu ihren weiteren beruflichen Plänen hat sie sich seither nicht geäußert. Im Mai will sie auf dem Ökumenischen Kirchentag in München ihre ersten Termine wieder wahrnehmen.

Derweil brachte der amtierende EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider im „Hamburger Abendblatt” für seine Vorgängerin eine berufliche Zukunft an einer Universität ins Gespräch.
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