Offenbach/Essen - Der Sommer kommt auf Römersohlen: Die neuen Sandalen im Antik-Look

Der Sommer kommt auf Römersohlen: Die neuen Sandalen im Antik-Look

Von: Britta Schmeis, dpa
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Sandalen/ Gladiatorenschlappen
Mal mit Nieten, mal schlichtes Leder - der Gladiatorenschlappen ist der Trendschuh in diesem Sommer. Foto: dpa

Offenbach/Essen. Irgendwann ist es zu heiß für geschlossene Schuhe. Trendbewusste zeigen ihre Füße in diesem Sommer in Römer- oder Gladiatorensandalen. Sie sind der Trendschuh schlechthin in diesen Monaten - mal nach historischem Vorbild mit völlig flacher Sohle, mal mit Keilabsatz oder bisweilen sogar mit Plateausohle.

Akzente setzen unterschiedliche Schnürungen: Sie können knöchelhoch sein oder bis zum Knie reichen.

„Wer sich für eine Römersandale mit Schnürung bis zum Knie entscheidet, sollte auf jeden Fall lange Beine haben”, rät allerdings Claudia Schulz vom Deutschen Schuhinstitut in Frankfurt. Denn die Bänder und Schnüre verkürzten das Bein enorm. Da könnten selbst normale Waden zu wahren Stampfern werden. „Doch man kann tricksen - viele Modelle haben einen kleinen, oft blockigen Absatz.” Und das streckt.

Die Riemen bieten eine noch größere Vielfalt als die Absätze. „Sie bleiben zwar oft schlicht, werden aber ab und an mit Nieten oder Schnallen verziert”, sagt Katharina Martin vom Schuhhaus Deichmann mit Sitz in Essen. Bei den Farben herrschen Naturtöne vor. Sie verleihen den Römersandalen das authentische Aussehen. Als „Geheimtipp” bezeichnet Claudia Schulz Modelle in Schlangen- oder Kroko-Optik.

Klarer Trend sind die Modelle im Look der Antike: Bei der Schuhkette Görtz mit Sitz in Hamburg etwa gingen von Februar bis Mai 90 Prozent mehr modische Sandalen und Sandaletten über die Ladentheken als im Jahr zuvor. Tragen lassen sie sich zu allen Hosen-, Kleider- und Rockmodellen des Sommers. Das Beinkleid sollte aber viel Bein zeigen. „Wer eine sehr auffällige Sandale wählt, sollte die restliche Kleidung neutraler halten”, empfiehlt Modeberater Andreas Rose aus Frankfurt - alles andere wirke überladen.

Riemen, Schnallen, Fransen und Nieten verzieren in diesem Sommer aber nicht nur die Römersandalen. Auch bei den Sandaletten liegen zum Beispiel „Multi-Straps” in ultrafein bis breit im Trend. Wichtige Stilelemente sind auch T-Spangen und Kreuzbandagen. „Generell ist bei den meisten Modellen in irgendeiner Form der Rist bedeckt”, sagt Sandra Remmele von Görtz. Als Deko dürfen es dann auch mal XXL-Steine im afrikanischen Stil sein. „Strass ist hingegen ziemlich out”, sagt Schulz. Die Nieten kommen eher antik daher. „Das sieht schön rebellisch aus”, findet Andreas Rose.

Hoch hinaus geht es bei zahlreichen Modellen, und zwar bevorzugt auf Keilabsätzen. „Die sind bequem, und die meisten können darauf laufen”, sagt Rose. Auch sie passen zu den aktuellen Röcken, Kleidern, Capri-Hosen oder Leggins. Bei den Materialien herrschen Kork, Bast oder Holz vor. Die Sandale selbst ist mit kleinen Schleifen oder Blüten verziert oder zeigt sich in Streifenoptik.

Bei den Materialien insbesondere der klassischen Modelle liegt laut Remmele Glattleder im Trend. Bei den Farben ist fast alles möglich: Leichte Pastelle sind ebenso angesagt wie kräftige Farben. Die Farbpalette reicht von natürlichen Erdtönen wie Braun, Khaki und Braun bis hin zu kräftigen Beerentöne wie Lila und Rot. Ein sommerlicher Farbtupfer kann aber auch ein Modell in Gelb oder Grün sein. Abwechselung bringen mehrfarbige Modelle - mit Gold, bunten Prints oder Blumen-Dessins.

„Das A und O bei der Sandalenmode ist allerdings, dass die Frauen auch auf den Absätzen laufen können und einen guten Halt in den Schuhen haben”, sagt Modeberater Rose. Und den bieten nackte Füße am besten. Dann ist es allerdings auch Pflicht, dass die Füße gepflegt sind. „Bei rissigen Hornhautfersen und brüchigen, dreckigen Nägeln können auch die tollsten Sandalen nichts rausreißen.”
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