Berlin - „Das letzte Hemd” für den Grand Prix

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„Das letzte Hemd” für den Grand Prix

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:
Christensen
Musikproduzent Alex Christensen (l.) und US-Sänger Oscar Loya sind die neue Hoffnung Deutschlands beim Eurovision Song Contest.

Berlin. Musiker und Komponist Alex Christensen („Das Boot”)und Musicalsänger Oscar Loya gehen in diesem Jahr für Deutschland beim Eurovision Song Contest an den Start. Als Duo Alex swings Oscar sings treten sie am Samstag im Finale des Grand Prix in Moskau mit „Miss Kiss Kiss Bang” gegen 24 Konkurrenten an. Unterstützt werden sie auf der Bühne von Burlesque-Tänzerin Dita von Teese.

Mit Christensen und Loya sprach Nathalie Waehlisch in Berlin.

Ihr wirkt sehr selbstbewusst. Welche Platzierung erwartet Ihr Euch

Christensen: Wir müssen uns davon verabschieden, immer zu sagen, ach, das wird eh nichts. Ich finde, gesundes Selbstvertrauen, ohne Selbstüberschätzung ist äußerst gesund und tut auch unserem Beitrag extrem gut. Deswegen hoffen wir eigentlich, dass wir einstellig abschneiden werden. Und der Traum ist natürlich, den Cup nach Berlin zu holen, und da dann nächstes Jahr kräftig zu feiern, mit Hape Kerkeling als Moderator.

Beim Grand Prix kommt es auf die drei Minuten beim Auftritt an. Wie wird der aussehen?

Loya: Es wird eine heiße Nummer.

Christensen: Wir werden unser letztes Hemd geben.

Dita von Teese auch?

Christensen: Dita ist eine Künstlerin, die sich toll bei uns integriert, aber sie hat natürlich künstlerische Freiheiten, und die werden wir auch lassen. Sie wird sich superstylish und wirklich spitzenmäßig darstellen. Aber wir wollen nicht zu viel verraten, denn die Spannung muss bleiben.

Deutschland ist in den vergangenen Jahren immer weit hinten gelandet. Dieses Jahr seid Ihr nicht im Vorentscheid, sondern durch eine Jury direkt ausgewählt worden. Ist der Druck dadurch noch einmal größer, oder seid Ihr ganz entspannt?

Christensen: Nee, man ist natürlich nicht entspannt. Ich komme mir so vor wie in der Zeit nach Rudi Völler, wo die Nationalmannschaft so negativ belegt war. Und natürlich ist der Grand Prix so extrem negativ belegt durch die Ergebnisse der letzten Jahre.

Was macht Ihr nach dem Finale, wenn Ihr gewinnt und was, wenn Ihr ganz hinten landet?

Loya: Wenn wir gewinnen, feiern wir wie Hölle. Da verpassen wir wahrscheinlich unseren Flieger. Wenn wir ganz weit nach hinten kommen... - eigentlich lasse ich diesen Gedanken nicht zu.

Euer erstes Album erscheint am 15. Mai. Ist die Zusammenarbeit auf lange Sicht angelegt?

Christensen: Hoffentlich. Das liegt natürlich immer am Publikum. Ich finde, Oscar ist ein Rohdiamant, der es wirklich verdient hat, die ganz große Showtreppe zu betreten und die Leute mit seiner Energie und seiner positiven Lebenseinstellung zu unterhalten. Ich bin selber überrascht, was wir erreicht haben. Mit Deutschland ausgenommen, dort waren wir bis auf Platz 27 in den Charts, das ist okay für einen Newcomer, aber nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Aber: Dass wir bei Oprah Winfrey auftreten und einen riesen weltweiten Medienhype haben, wie ich ihn in meiner ganzen Karriere noch nicht hatte, das ist schon ungewöhnlich, und da freue ich mich natürlich ganz diebisch.
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