Düsseldorf/Berlin - Bunt und extragroß: Die Sonnenbrillen wollen im Sommer 2009 auffallen

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Bunt und extragroß: Die Sonnenbrillen wollen im Sommer 2009 auffallen

Von: Melanie Brandl, dpa
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Sonnenbrille
Für Anhänger eines schlichteren Stils: Die Pilotenbrille hat sich zum klassisch-sportiven Basic-Accessoire gewandelt. Foto: dpa

Düsseldorf/Berlin. Groß, bunt und schrill - die Brillenmode im kommenden Sommer ist vor allem eins: auffällig. „Bunte Fassungen sind angesagt und Bügel mit extrem flippigen Motiven wie Spinnennetzen, Peace-Zeichen oder Totenköpfen”, sagt Gabriele Gerling vom Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) in Düsseldorf.

„Retro” lautet das Stichwort Nummer eins. Allerdings beschränkt sich die Rückbesinnung auf Modetrends vergangener Zeiten nicht mehr nur auf die 50er und 60er Jahre. Von den 30er bis zu den 70er Jahren ist in diesem Jahr alles vertreten.

Allen Modellen gemein ist das XXL-Format. Besonders große, plakative Brillen geben nach Ansicht von Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen in Berlin im kommenden Sommer den Ton an. „Die großen Gläser schützen die Augen und auch die empfindliche dünne Haut im Augenumfeld.” Auf diese Weise verhindert die Brille frühzeitige Faltenbildung und versteckt - falls nötig - auch mal die Folgen einer durchtanzten Nacht.

Die großen Gläser werden mit neuen Materialien, Farben und Strukturen kombiniert. Verzierungen aller Art und Edel-Optik seien bei Sonnenbrillen im Glam-Look ein Muss, erklärt Kerstin Kruschinski. „Aufwendige Design-Elemente machen den Bügel regelrecht zu einem Schmuckstück.” So verziert Gucci seine aktuellen Modelle mit Ziernieten oder Wappen-Details, Dior schmückt seine zum Teil sehr breiten Bügel aufwendig mit Swarovski-Strass. Und Modedesigner Christian Audigier lässt seine Brillen beim Label „Ed Hardy” in den dort gewohnt schrillen Farben leuchten.

Auch die Logos der Hersteller werden wieder zum Hingucker. Ob Emporio Armani oder Adidas - ihre Symbole sind Kennzeichen und Deko zugleich. Esprit hat seine Sonnenbrillen gleich als Schmuckstück verpackt: Geschützt in einer soften Clutch-Bag wahlweise in Lackschwarz oder Gold macht die Sonnenbrille auch unter den Arm geklemmt etwas her.

Luxus und Opulenz sind angesagt. Frank Hof von der Messe München, die unter anderem die Fachmesse „Opti” veranstaltet, erzählt von der bisher teuersten Sonnenbrille der Welt: „Rodenstock hat diese Brille gerade als Prototyp präsentiert: Die Front der Fassung ist aus Karbon, die Bügel sind aus platiniertem 18-Karat-Gold.” Einhundert dieser Brillen sollen hergestellt werden. Ein Exemplar werde ungefähr 10 000 Euro kosten.

Doch nicht jeder mag es, Brillen im Wert eines Kleinwagens oder glitzernde Schmuckstücke auf der Nase zu tragen. Wer den schlichteren Stil bevorzugt, greift in dieser Saison zur Pilotenbrille. Viele Hersteller bieten Interpretationen des Klassikers an. „Die Pilotenbrille mausert sich zum Basic im klassisch-sportiven Bereich”, sagt Kruschinski. „Ihr Vorteil: Sie ist alters-, geschlechts- und klassenunabhängig.”

Neben Formen und Farben der Gestelle variieren bei Sonnenbrillen natürlich immer auch die Farben der Gläser. „Besonders angesagt sind dabei Farbverläufe Ton in Ton”, erklärt Gabriele Gerling. Braune und graue Tönungen seien gerade für den Straßenverkehr besonders geeignet, weil sie die Farbwahrnehmung am wenigsten verfälschen. Doch auch rote, violette und grüne Gläser sind in dieser Saison zu finden. Rodenstock bietet sogar an, die Gläser nach Wunsch des Kunden individuell einzufärben. Dann passt die Brille optimal zum Make-up oder oder zum Lack des Cabrios.

Für jeden Anlass die passende Tönung

Wie gut Brillengläser die Sonne filtern, hängt nicht von der Farbe, sondern von der Dunkelheit ihrer Tönung ab. Wird die Sonnenbrille beim Spaziergang am Strand getragen, sollten die Gläser relativ dunkel sein, rät Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen in Berlin: „Die Blendschutzskala geht von null bis vier.” Da Wasser und Sand die Sonne reflektieren, sollten in mediterranen Gebieten unbedingt Gläsern der Kategorie drei getragen werden. Anders sieht das bei Sonnentagen hierzulande aus. Beim Shoppen in der Stadt genügt Kategorie zwei. Besonders praktisch sind selbsttönende Gläser, die ihre Tönung je nach Intensität der UV-Strahlung anpassen.
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