Armamputierter Franzose schwimmt von Korsika nach Sardinien

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Paris. Ein Franzose, der beide Arme bei einem Unfall verloren hatte, ist am Wochenende fast neun Stunden durchs Mittelmeer geschwommen.

Der 51 Jahre alte Thierry Corbalan startete am Samstagmorgen an einem Strand seiner Heimatinsel Korsika und erreichte nach etwa 15 Kilometern im Wasser die italienische Nachbarinsel Sardinien. Anschließend schwamm er die Strecke sogar wieder zurück.

„Herausforderungen sind dafür da, mit einem starken Willen bezwungen zu werden”, sagte der Franzose anschließend der Tageszeitung „Corse-Matin”. Er wolle zeigen, wozu Behinderte in der Lage seien.

Corbalan hatte seine beiden Arme 1988 bei einem Stromunfall verloren. Bei der doppelten Durchquerung der Meerenge zwischen Korsika und Sardinien in acht Stunden und 40 Minuten benutzte er als Hilfsmittel lediglich ein sogenannte Monoflosse. Sie wird eigentlich von Tauchern verwendet und erfordert einen Schwimmstil, der dem von Delfinen ähnelt.

Vor zwei Wochen war ein anderer Franzose ohne Arme und Beine nahezu ohne fremde Hilfe durch den Ärmelkanal geschwommen. Der ebenfalls nach einem Stromunfall schwerbehinderte Philippe Croizon brauchte für die mehr als 30 Kilometer lange Strecke rund 13 Stunden.
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