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André Rieu: Einmal im Dreivierteltakt zum Nordpol

Von: Helmut Hetzel
Letzte Aktualisierung:
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Stargeiger mit Mütze: André Rieu Montage: Claßen

Den Haag. Mit seinen spektakulären musikalischen Auftritten ist er weltberühmt geworden. Jetzt will André Rieu etwas ganz Ausgefallenes machen. Der niederländische Geiger will ein Konzert auf dem Nordpol geben.

„Wir möchten als Musikunternehmen ein Zeichen setzen und uns mit einem solchen Projekt auch als Umweltschützer darstellen, die auf das Schmelzen der Eiskappen aufmerksam machen,” sagt Pierre Rieu, der Sohn von André gegenüber der Amsterdamer Zeitung „de Telegraaf”. „Mein Vater aber auch meine Mutter sind nämlich Umweltaktivisten. Sie engagieren sich schon lange für die Umwelt in Burkina Fasso, wo sie die Aufforstung der Tropenwälder unterstützen.”

Auf den ersten Blick sei die Idee, auf dem Nordpol ein Konzert zu geben, zwar etwa bizarr oder kurios. „Aber wir möchten dort für die Einheimischen, die Inuit, spielen. Denn die Inuit bekommen den Klimawandel hautnah zu spüren. Wir hoffen, dass wir das Projekt realisieren können”, sagt Pierre Rieu weiter.

Man sei bereits in Verhandlungen mit potenziellen Sponsoren, die das geplante Nordpol-Konzert des exzentrischen André Rieu finanzieren wollen. Denn billig ist ein solches Vorhaben nicht.

Nach ersten Berechnungen werde es mindestens 2,5 Millionen Euro kosten, um auf dem Nordpol mit dem ganzen Orchester anreisen und dann dort spielen zu können. „Wir gehen von 35.000 Euro Kosten pro Person aus. Und das Orchester hat 70 Mitglieder,” so Pierre Rieu. Allein die Anreise werde zwölf Tage dauern und soll per Schiff erfolgen.

Wann und ob das Projekt Nordpol-Konzert realisiert werde, das stehe noch hundertprozentig nicht fest. „Aber es ist der große Traum meines Vaters, den er sich gerne erfüllen will. Denn ein anderer großer Traum, den er hat, den kann er sich wahrscheinlich nie erfüllen.” Welcher ist es? Antwort: „Mein Vater möchte am liebsten ein Konzert auf dem Mond geben.”
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