Troisdorf - Alemannia siegt im Geduldsspiel gegen den SV Bergheim

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zur Webansicht Mo. 18.12.2017

Alemannia siegt im Geduldsspiel gegen den SV Bergheim

Von: Benjamin Jansen
Letzte Aktualisierung:

Troisdorf. Kurz vor dem Anpfiff versuchte es Stephan Offermanns mit einem psychologischen Kniff, um den Spielern des SV Bergheim-Sieg Mut zu machen. „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, bemühte der Stadionsprecher unter dem Jubel der heimischen Anhänger die altbekannte Fußballer-Weisheit.

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Alemannia hat sich in der zweiten Runde des Mittelrhein-Pokals mit 3:0 beim SV Bergheim-Sieg durchgesetzt. Foto: Jérôme Gras

Und tatsächlich: Der Bezirksligist glaubte an seine Chance und wehrte sich in der zweiten Runde des Mittelrhein-Pokals nach Kräften, der Sieg des höherklassigen Kontrahenten geriet aber nie ernsthaft in Gefahr. Alemannia Aachen setzte sich am Dienstagabend mit 3:0 durch und zog ins Viertelfinale des Pokalwettbewerbs ein.

Sechs Spieler, die gegen Köln II nicht in der Startformation standen, hatte Trainer Fuat Kilic zu Beginn aufgeboten (Depta, Konate Lueken, Kucharzik, Suzuki, Nebi, Mickels), Maurice Pluntke führte die runderneuerte Aachener Mannschaft auf den gut gepflegten Platz im Aggerstadion.

Der Gastgeber, der zuletzt in zwei Ligaspielen 14 Gegentreffer kassiert hatte, konzentrierte sich in der Anfangsphase auf die Defensivarbeit und überließ das Spielgerät dem Regionalligisten. Die Aachener brauchten sechs Minuten, um sich dem Bergheimer Tor erstmals gefährlich zu nähern: Fiedler prüfte nach einer Ecke Bastian Huth per Kopf. Der SV-Keeper parierte auch den Fernschuss von Pluntke (15.) – allerdings auf Kosten einer Ecke, die nicht folgenlos blieb. Fiedler zielte diesmal genauer und platzierte den Ball nach einem wuchtigen Kopfball im SV-Tor (16.).

Der Führungstreffer änderte nichts am Spielverlauf, da der Bezirksligist nicht bereit war, seine Verteidigungshaltung aufzugeben. Die Aachener taten sich schwer, eine Lücke im massiven Defensivverbund des Gastgebers zu finden, in das Aufbauspiel schlichen sich immer wieder Fehler ein.

Die erste Hälfte plätscherte vor sich hin, obwohl der Himmel seine Schleusen geschlossen hielt. Weder aus spitzem Winkel (25.), noch artistisch (Seitfallzieher, 28.) gelang es Joy Slayd Mickels den Vorsprung auszubauen. Der geriet allerdings auch nicht in Gefahr, da die wenigen Entlastungsangriffe der Bergheimer nicht konsequent ausgespielt wurden.

Es war ein ruhiger Arbeitstag für Alemannias Keeper Mark Depta, der nicht viele Chancen erhielt, sich auszuzeichnen. Auch nach dem Seitenwechsel lauerte der Gastgeber auf die Ausgleichschance, die sich Sebastian Hecht in der 59. Minute bot: Der Schuss des SV-Akteurs wurde von Konate Lueken in höchster Not zur Ecke geklärt. Die größte Waffe der Alemannia an diesem Abend war die Stärke bei Standardsituationen: Kühnel visierte bei einem Freistoß aus 18 Metern die Torwartecke an und sorgte mit einem präzisen Schuss für die Vorentscheidung (65.).

Die Kräfte beim Bezirksligisten schwanden, Kai Bösing (69.) und der eingewechselte Tobi Mohr (79.) verpassten es, ein standesgemäßes Ergebnis herzustellen. Das war Junior Torunarigha vorbehalten, der nach einer Flanke von Konate Lueken aus sieben Metern den Endstand herstellte (84.).

„Wir haben es zu einem Geduldsspiel gemacht, weil wir in der ersten Halbzeit viele falsche Entscheidungen getroffen haben und nicht hinter die Kette der Bergheimer gekommen sind“, bilanzierte Fuat Kilic nach dem Schlusspfiff. „Eigentlich kannst du als klassenhöheres Team nur verlieren. Deshalb bin ich froh, dass wir in die nächste Runde eingezogen sind.“

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