Baesweiler - Diese 18-Jährige hat bereits zwei Bücher geschrieben

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zur Webansicht So. 17.12.2017

Diese 18-Jährige hat bereits zwei Bücher geschrieben

Von: Margret Nußbaum
Letzte Aktualisierung:

Baesweiler. Die junge Hexe Mhyana wird auf Grund einer Intrige aus ihrer Heimatstadt Venevici in die Menschenwelt verbannt und ist auf sich allein gestellt. Vandelina, die Anführerin der Hexer, versucht Mhyana los zu werden. Die junge Hexe sinnt auf Rache und findet Verbündete. Lesestoff, der fasziniert und eintauchen lässt in Fantasy-Welten.

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Schreiben fasziniert sie: die 18-jährige Patricia Fröschen, die – gecoacht von einer Jugendbuchautorin – nun auf der Suche nach einem Verlag ist, der ihre Bücher veröffentlicht. Foto: Margret Nußbaum

Die 18-jährige Patricia Fröschen, hat aus diesem fesselnden Stoff bereits zwei Bücher geschrieben, weitere sind in Arbeit. „Es geht um einen Konflikt zwischen den mächtigen, aber weltfremden Hexern, die abgekapselt von allen anderen leben, und den stolzen, machtgierigen Vampiren, die ihr Heiligtum zurückerobern wollen“, erklärt die junge Autorin den Hintergrund ihrer Geschichten.

Lesestoff, der in den Bann zieht. So ist es wohl auch den Verantwortlichen des Friedrich-Bödecker-Kreises NRW passiert, die Patricia Fröschen mit ihren Fantasy-Geschichten für Jugendliche ab zwölf Jahren so beeindruckt hat, dass sie ihr das unter jungen Literaten heiß begehrte Bödecker-Stipendium gewährt haben. Dieses ist in diesem Jahr neu als Projekt ins Programm des Bödecker-Kreises aufgenommen worden.

Das Mentorenprogramm richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die literarisch schreiben. Die Auserwählten werden sechs Monate lang von erfahrenen Schriftstellern angeleitet. Darüberhinaus unterstützt die Vereinigung Autorenlesungen an Schulen und Bibliotheken und organisiert Schreibprojekte für Jugendliche.

„Meine Mentorin ist die Kinderbuchautorin Sabine Blazy“, erzählt Patricia Fröschen. „Die Arbeit mit ihr war sehr interessant. Wir sprachen im Detail über meine Texte. Das hat mich weitergebracht. Auch habe ich von ihr erfahren, wie man ein Exposé schreibt und Kontakte zu Verlagen knüpft, die Fantasy-Geschichten für Jugendliche veröffentlichen.“ Nach der Anfangsphase, bei denen sich die erfahrene und die junge Autorin kennen lernten, kam es zu persönlichen Treffen. „Jeweils über mehrere Stunden arbeiteten wir zusammen meine Texte durch. Davon habe ich sehr profitiert“, sagt Patricia Fröschen.

Applaus konnte sie kürzlich im Kulturbüro in Düsseldorf ernten. Denn dort fand die Abschlussveranstaltung des Projektes vom Bödecker-Kreis NRW statt. Patricia las aus ihrem ersten Buch vor und begeisterte ihr Publikum. Stolz sind auch ihre Eltern und ihre zwei Jahre jüngere Schwester Aline. „Mit ihr habe ich schon als kleines Kind immer gern Theater gespielt und eigene Stücke erfunden“, sagt Patricia. Die Affinität zu Fantasy-Welten hat sie wohl von ihrem Vater in die Wiege gelegt bekommen. „Ich gehöre zu der Generation, die mit dem ,Schwarzen Auge‘ groß geworden ist“, sagt Thomas Fröschen.

Kein Wunder, dass er Spaß hat, wenn er sich hin und wieder mit einem Freund zu einem Spieleabend trifft. Denn Patricia und ihre Schwester Aline sind dann mit von der Partie. Ihrem Vater und ihrem ehemaligen Geschichtslehrer am Baesweiler Gymnasium verdankt Patricia Fröschen ihre historischen Kenntnisse. Denn in einer ihrer anderen Geschichten geht es um die Begegnung eines alten Mannes mit einer geheimnisvollen weißhaarigen Frau, die ihm das Leben rettet.

„Schwarze Löcher“ spielt im Ersten Weltkrieg. „Niemand anderer als die Hexe Mhyana verbirgt sich hinter der Frau“, erzählt Patricia Fröschen. Diese Hexe wird wohl auch in ihren nächsten Büchern für Furore sorgen. Doch trotz ihrer schriftstellerischen Ambitionen wird Patricia Fröschen ihre Bodenhaftung nicht verlieren. Sie will an der Fernuni Hagen Geschichte, Literatur und Philosophie studieren – und dann Germanistik an der RWTH.

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