Eschweiler-Röthgen - Streifzug durch die Geschichte des Krankenhauses

Anzeige
zur Webansicht So. 17.12.2017

Streifzug durch die Geschichte des Krankenhauses

Von: ch
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler-Röthgen. In Sachen Krankenhausgeschichte an der Inde ist er der Experte schlechthin: Ludger Petersmann war ehedem geschäftsführendes Vorstandsmitglied des St.-Antonius-Hospitals. In der Geschichte der Gasthäuser und Hospitale der Vergangenheit kennt er sich aus wie sonst kaum einer – besonders, wenn es um das Auf und Ab der Geschichte im Bereich des heutigen Eschweilers geht.

Image
Ließ im Röthgener Pastor-Zohren-Haus die Eschweiler Krankenhaus-Geschichte wieder lebendig werden: Ludger Petersmann, bis zu seiner Pensionierung geschäftsführendes Vorstandsmitglied des St.-Antonius-Hospitals. Foto: Christoph Hahn

„Dem Hospitalwesen verpflichtet“

Wie gut er diese Materie kennt – das zeigte der Kenner jüngst bei einem Vortrag mit Titel „Über 700 Jahre dem Hospitalwesen verpflichtet: St. Peter und Paul Eschweiler“, den er auf Einladung des Initiativkreises „St. Marien aktiv“ im Pastor-Zohren-Haus am Burgfeld hielt.

Arme Wallfahrer

Mit dem St.-Antonius-Hospital, „seinem“ Krankenhaus, beschäftigte sich Petersmann nur am Rande. Er ging viel weiter zurück, in eine Zeit, in der Eschweiler noch nicht das war was es heute ist, eine Epoche, in der meist arme Wallfahrer via Weisweiler und Dürwiß über die Königsstraße „Via Regia“ zur Heiligtumsfahrten und Kaiserkrönungen nach Aachen zogen. Da gab es Gasthäuser unter anderem in Weisweiler und Dürwiß. Diese Gasthäuser waren nicht mit modernen Krankenhäusern zu vergleichen: Wundärzte und andere medizinische Spezialisten jener Ära wurden nur sehr selten hinzugezogen.

Ackermann und Deckers

Farbig war Petersmanns Referat, faktenreich und von einer lebhaften Diskussion (und interessanten Fotos auf dem Diaschirm) begleitet. Auch wenn es an diesem Abend nur peripher um das Eschweiler St.-Antonius-Hospital und seine Gründer Antonius Ackermann und Matthias Deckers, beide ihres Zeichens Pfarrer von St. Peter und Paul, ging – ganz außen vor blieb die Hauptpfarrkirche trotzdem nicht.

Jeden Freitag

Denn in Ermangelung eines eigenen Geistlichen musste einst jeden Freitag einer der Kapläne vom Eschweiler Markt nach Dürwiß gehen, um dort in der Gasthaus-Kapelle die Messe zu lesen. Kirche auf dem Weg anno dazumal – klingt sehr modern, ist aber historisch verwurzelt.

 Leserkommentare (0)

Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.