Eschweiler-Bergrath - Bergrath-Singers bauen Brücken

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zur Webansicht So. 17.12.2017

Bergrath-Singers bauen Brücken

Von: mah
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler-Bergrath. Brücken – zwischen Jung und Alt, zwischen internationaler, nationaler und regionaler Musik, von Nebenmann zu Nebenfrau – bauen die Bergrath-Singers. Der rund zwanzigköpfige Chor sang in den Räumen der Freien Evangelischen Gemeinde in Bergrath nicht nur selbst, sondern auch gemeinsam mit dem Projektchor der OGS Dürwiß ein vorweihnachtliches Konzert mit dem Motto „Engel jitt et immer widder“.

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Sangen nicht nur weihnachtliche Titel, sondern auch zeitlosere Lieder: die Bergrath-Singers bei ihrem Konzert „Engel jitt et immer widder“. Foto: Manuel Hauck

Doch Engel gibt es nicht nur an Weihnachten, erklärte Sängerin Karina Krause im Verlauf des 90-minütigen Konzerts, das ihr Mann und Chorleiter Rolf Krause musikalisch inszenierte. Der begrüßte zu Beginn im Saal der Freien Evangelischen Gemeinde die interessierte Zuhörerschaft, für die aufgrund des regen Andrangs zunächst nicht alle bereitgestellten Plätze reichten, doch kurzerhand wurden Stühle organisiert und alle konnten sitzen.

Unter ihnen hieß Krause vor allem die ortsansässigen und mit dem Chor eng verbundenen Vereine der Bergrather Interessengemeinschaft willkommen. Einer von ihnen, nämlich die Karnevalsgesellschaft, steht in besonderer Verbindung mit den Bergrath-Singers, die in der jecken Zeit eine Mundartmesse organisieren und im kommenden Monat eine Sitzung musikalisch bereichern werden.

Neben weiteren Auftritten andernorts ist das seit 2012 bestehende und mittlerweile in jedem Jahr stattfindende Konzert von dem Chor eigenverantwortlich veranstaltet und markiert einen Wendepunkt. Denn wenn das Konzert gespielt ist, beginnen nach monatelangen Vorbereitungen für das Weihnachtsprogramm die Planungen für das Sommerset.

Rolf Krause kündigte sodann ein vielfältiges Set an, das auch folgte – mit internationaler und nationaler Musik, aber auch Mundartliedern. In der ersten Hälfte ließen die Sänger beispielsweise „80 Millionen“, „Jolene“, „En unsrem Veedel“ und „Thank you for the music“ ertönen.

Musikalische Erziehung

Die Zuhörer in der ersten Reihe waren aber sogleich Aktive, denn Kinder der OGS Dürwiß hatten sich zu einem Projektchor zusammengeschlossen und warteten gespannt auf ihren Einsatz. Unter der musikalischen Erziehung Krauses, einmal wöchentlich an der Grundschule, hatten die Kinder gelernt, im Einklang zu singen. Mit Rolf Zuckowskis Klassiker „Winterkinder“ ergänzten sie das Repertoire ebenso wie mit „Sind die Lichter angezündet“ und „Leise rieselt der Schnee“.

Die Bergrath-Singers nahmen währenddessen die Funktion der Background-Vocals an. Letzteren Titel hatten sich die Kinder extra gewünscht und es passte, denn am Morgen dieses ersten Adventssonntags war wahrlich fast unmerklich der Schnee gerieselt, auch wenn er nicht liegen blieb.

Live war das Konzert und so geschah es, dass nicht alles am bekannten Schnürchen lief. Die Technik streikte kurz und so tauschte Chorleiter Rolf Krause die Reihenfolge zweier Titel. Eines davon war das mottogebende Lied der Veranstaltung: „Engel jitt et immer widder“.

Vorab erklärte Karina Krause, dass es sie nicht nur an Weihnachten gibt. Engel, ob mit ganzer Kraft und zwei Flügeln oder nur mit einem Flügel sind vor allem da, um das Miteinander und den Nebenmann und die Nebenfrau zu stärken. Nachdem der Kinderchor bereits winterliche Lieder angestimmt hatte, widmeten sich auch die Bergrath-Singers weihnachtlichen Titeln.

Ob „Ich such mir einen Stern“, entnommen aus einem Disney-Film, und „So this is Christmas“, besinnliche Töne schlug der Chor an, ehe das Finale mit den Kindern nahte. „Mitten in der Nacht“ erklang dann zwar mitten am Nachmittag, doch sollte das nicht das Ende sein. Nach dem letzten Ton klang das Konzert kulinarisch aus, mit Kuchen und Kaffee und das Fazit lautete: „Sei für deine Mitmenschen jeden Tag ein Engel.“

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