Simmerath - Gebäudemanagement der Gemeinde nimmt Gestalt an

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zur Webansicht So. 17.12.2017

Gebäudemanagement der Gemeinde nimmt Gestalt an

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Simmerath. Rund 50 Gebäude befinden sich im Besitz der Gemeinde Simmerath. Viele Immobilien sind älteren Datums, und entsprechend hoch sind die laufenden Kosten. Da gilt es den Überblick zu bewahren, wo der Handlungsbedarf zur Erhaltung der Gebäudesubstanz am vordringlichsten ist.

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Was ist die alte Kreisberufsschule in Simmerath wert und welche Summe muss in das Gebäude investiert werden? Die Gemeinde Simmerath will für ein nachhaltiges Gebäudemanagement alle ihre Immobilien einer Bewertung unterziehen. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Die Gemeindeverwaltung Simmerath kann ab sofort zu einem verlässlichen Instrument greifen, denn in einem Kraftakt wurde mit kurzfristiger personeller Unterstützung und unter Einstellung einer Fachkraft in der Strukturabteilung ein sogenanntes integriertes Gebäudemanagement erstellt. Dieses umfangreiche Werk zeigt den Handlungs- und Investitionsbedarf an den gemeindlichen Gebäuden auf, von Schulen über Feuerwehrgerätehäuser bis hin zu Campingplätzen.

Eine für den Laien verwirrende Ansammlung von Zahlen und Daten bildet die Grundlage des Gebäudemanagements. Sämtliche Bewirtschaftungskosten, Instandhaltungskosten, Energieverbräuche, Gebäudewerte und Erträge wurden hierbei erfasst.

Dem Struktur- und Hochbauausschuss der Gemeinde Simmerath wurde das mächtige Zahlenwerk jetzt vorgelegt. Dafür wurde die Verwaltung geradezu mit Lob überhäuft. Christoph Poschen (CDU) sprach von einer „Unmenge Arbeit“. Doch jetzt verfüge man bei künftigen Investitionen über eine verlässliche Entscheidungsgrundlage. Geradezu „begeistert“ zeigte sich Gregor Harzheim (SPD), zumal seine Fraktion seit vielen Jahren bereits ein solches Gebäudemanagement gefordert habe. Insgesamt 290.000 Euro an Investitions- und Sanierungskosten hatte die Verwaltung errechnet, um allein dem kurzfristigen Unterhaltungsrückstau für das Jahr 2018 an zahlreichen Gebäuden beizukommen. Diese Summe, so lautete der Vorschlag von Christoph Poschen, sollte man in Haushaltsplanentwurf für 2018 auch zunächst einmal komplett einbringen, wobei über die einzelnen Maßnahmen noch einmal detailliert Beschlüsse gefasst werden sollten. Diesem Vorgehen konnte sich auch die SPD-Fraktion anschließen.

1,6 Millionen Euro Gesamtbedarf

Den gesamten Unterhaltungsrückstau für gemeindliche Immobilien beziffert die Verwaltung für die Jahre 2018 bis 2022 auf 1,6 Millionen Euro. Dabei wurde eine Unterteilung in drei Prioritätsstufen vorgenommen.

Um das Gebäudemanagement in Zukunft noch zu verfeinern, kündigte die Verwaltung an, künftig neben dem Handlungs- und Investitionsbedarf auch jährlich einen Energiebericht der gemeindlichen Objekte vorzulegen. Darin soll die Kostenentwicklung beim Verbrauch von Heizenergien, Strom und Wasser dokumentiert werden.

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