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zur Webansicht Fr. 20.10.2017

Rurenergie GmbH gibt Trianel einen Korb

Von: mv
Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Trianel möchte drei Stromspeicherkraftwerke entwickeln: Am Rursee, in Nethe und in Schmalwasser (Thüringen). Das Aachener Unternehmen hatte der Dürener Rurenergie GmbH angeboten, Geld in die Entwicklung der drei Projekte zu investieren. Die Rurenergie hat dies abgelehnt.

Die Rurenergie GmbH ist eine Gesellschaft, die zu 50,1 Prozent dem Kreis Düren gehört, zu 25,1 Prozent den Stadtwerken und zu 24,8 Prozent der Sparkasse Düren. Einer der Geschäftsführer ist der Dürener Kreisdirektor Georg Beyß. Der bestätigte auf Anfrage der „DN“, dass die Rurenergie das Angebot von Trianel negativ beschieden hat. „Wir haben uns das nicht einfach gemacht“, so Beyß.

Man habe eigens eine Fahrt nach Vianden in Belgien zu einem Pumpspeicherkraftwerk unternommen. Dort sei gerade eine neue Kaverne für die elfte Turbine gebaut worden, „und wir konnten uns vor Ort davon überzeugen, dass dies mit gravierenden Eingriffen in Natur, Landschaft und Ökologie verbunden ist und auch mit großen Belastungen für die Bevölkerung“. Außerdem hätten Vertreter von RWE nachvollziehbar darstellen können, dass unter den Rahmenbedingungen der Bau eines Pumpspeicherkraftwerks nicht wirtschaftlich ist. Die RWE-Vertreter hätten sogar versichert, dass sie unter den heutigen Bedingungen mit dem Bau der elften Turbine erst gar nicht begonnen hätten.

Beyß betonte in diesem Zusammenhang, dass die Rurenergie keinen Einfluss auf die Entscheidung hat, ob Trianel ein Pumpspeicherwerk am Rursee baut oder nicht. „Wir haben auch nicht darüber zu entscheiden, ob das Kraftwerk am Rursee genehmigungsfähig ist oder nicht“, so Beyß.

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