Düren - Masterplan der Stadt Düren: Privatleute sollen in ihre Immobilien investieren

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Masterplan der Stadt Düren: Privatleute sollen in ihre Immobilien investieren

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Düren. Im Rahmen des Masterplans investiert die Stadt Düren mit Unterstützung des Landes NRW Millionen in die Neugestaltung der Innenstadt. Gleichzeitig verbindet sie damit die Hoffnung, dass auch Privatleute in ihre Immobilien investieren.

Allerdings sind die Kriterien für die Modernisierungsförderung des Landes so streng, dass sich bislang kein Hausbesitzer gemeldet hat.

Aus diesem Grund hat die Stadt bereits 2016 ein eigenes Förderprogramm zur Hof- und Fassadensanierung ins Leben gerufen. Bislang war die Förderung aufgrund von Landesvorgaben allerdings auf maximal 30 Euro pro Quadratmeter begrenzt. Das soll sich in Zukunft ändern. Künftig soll die Fassadensanierung mit 50 oder 75 Euro je Quadratmeter bezuschusst werden, die Umgestaltung von Hofflächen mit 75 beziehungsweise 100 Euro je Quadratmeter.

Die höheren Zuschüsse sollen in den eng gefassten Sanierungsgebieten „Stadtkern“ und „Zülpicher Straße“ gewährt werden, die geringeren Sätze für Maßnahmen im weiter gefassten Stadtumbaugebiet – immer vorausgesetzt, dass sich der Eigentümer mit mindestens 50 Prozent an den Gesamtkosten beteiligt.

Bevorzugt gefördert werden sollen dabei Maßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden, im Umfeld privater und öffentlicher Investitionen, die das Gesamtbild weiter verbessern, und solche von grundlegender städtebaulicher Bedeutung im Rahmen des gesamten Masterplans.

Beratung im Citybüro

Neben der Restaurierung können zum Beispiel auch das Reinigen, Verputzen und Streichen von Fassaden und Giebeln gefördert werden, das Entfernen von störenden Verkleidungen und Werbeanlagen oder eine Wandbegrünung.

In den Hinterhöfen sollen Zuschüsse zum Beispiel für die Entrümpelung, den Abbruch von Mauern oder die Begrünung bislang versiegelter Flächen fließen, für den Abbruch von Garagen und Verschlägen, die Errichtung von Balkonen und (Dach-)Terrassen bis hin zur Begrünung von Mauern und Flächen sowie die Schaffung von Hochbeeten.

Interessierte Immobilienbesitzer können sich auch weiterhin kostenlos im Citybüro beraten lassen. Die Modernisierungsberatung durch erfahrene Architekten beinhaltet eine Besichtigung der Immobilie sowie einen mit dem Eigentümer erarbeiteten Vorschlag für individuell sinnvolle Maßnahmen inklusive einer ersten Kostenberechnung.

Die im Stadtentwicklungsausschuss einstimmig beschlossene Erweiterung des Hof- und Fassadenprogramms soll am 13. Dezember vom Stadtrat verabschiedet werden.

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