Aachen - Haarbach und Wurm sollen wieder zum Vorschein kommen

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zur Webansicht Sa. 16.12.2017

Haarbach und Wurm sollen wieder zum Vorschein kommen

Von: Rolf Hohl
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Einige Haarener Bürger blickten noch etwas ungläubig auf die Pläne zur Umgestaltung ihrer Ortsmitte. Drei Planungsbüros haben dazu Entwürfe ausgearbeitet, die auf den Anregungen der Bürger aus vorangegangenen Veranstaltungen beruhen – und diese galt es nun weiterzuentwickeln.

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Werkstattverfahren zur Umgestaltung der Haarener Ortsmitte: Die öffentliche Zwischenpräsentation in der Aula der Grundschule Am Haarbach stieß auf große Resonanz. Foto: Andreas Steindl

Dass die Haarener schon ziemlich präzise Vorstellungen haben, wie ihre Ortsmitte dereinst aussehen soll, wurde bereits durch die unübersehbare Ähnlichkeit der Entwürfe deutlich. In allen drei Planungsgruppen war man sich einig, dass der Haarbach und die Wurm wieder mehr zum Vorschein kommen sollen.

Der Planergruppe Oberhausen um Landschaftsarchitektin Ute Aufmkolk schwebt dabei etwa eine Haarbachpromenade vor, die sich vom Markt bis zur Mündung in die Wurm durch den Ort zieht und von Bäumen gesäumt wird. Im Bereich, wo schließlich die beiden Flüsse zusammenlaufen, könnte in der Mitte gar eine kleine Insel zur Erholung entstehen, erklärte Aufmkolk.

Germanus vom Gestrüpp befreien

Die Planergruppe von Space Landschaftsarchitekten um Hiltrud Lintel fasste – wie auch die anderen Teams – ebenso die Umgestaltung des Bereichs um die Kirche St. Germanus ins Auge. Diese sei schließlich ein Wahrzeichen von Haaren und müsste deutlicher sichtbar gemacht werden und zum Verweilen einladen, so Lintel. Alle Gruppen schlugen vor, diese vom kleinteiligen Gestrüpp zu befreien und nur die großen Bäume auf einem offenen Platz stehen zu lassen.

Eine etwas zurückhaltende Freilegung des Haarbachs am Markt schlug Norbert Kloeters von 3plus Freiraumplaner vor. Mit einem hellgrau hervorgehobenen Gehwegbelag soll dessen Verlauf lediglich angedeutet werden und über eine kurze Strecke am Marktplatz als dünner Wasserfilm an die Oberfläche gepumpt werden.

Einige der Hauptaspekte, die die Bürger unbedingt verwirklicht sehen wollten, waren die Beibehaltung des Wochenmarkts auf dem Marktplatz und der nahe gelegenen Stellplätze für Autos. In den drei Entwürfen wurde ersteres – wenn auch mit Umstellungen der Marktstände – überall berücksichtigt, bei den Stellplätzen könne es aber durchaus zu Verschiebungen oder gar einer Reduktion kommen.

Fest steht an diesen Plänen aber noch gar nichts, da sich diese erst in der Vorplanungsphase befinden, in der es lediglich um den Entwurf möglicher künftiger Gestaltungskonzepte geht.

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