Aachen - Michael Foellmer regiert nun als 91. Öcher Karnevalsprinz Mike I.

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Michael Foellmer regiert nun als 91. Öcher Karnevalsprinz Mike I.

Von: Holger Richter
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Geschafft: In einer vierstündigen Show macht der Aachener Karnevalsverein aus Michael Foellmer den Aachener Karnevalsprinzen Mike I.
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Herrscht bis zum Aschermittwoch über das jecke Aachen: Prinz Mike I.
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Sängerin Nicole Malangré hatte sich gemeinsam mit der Tanzformation Dance Evolution Aachen und dem Hofstaat in einem Prinzenspiel in drei Akten im Aachener Wald auf die Suche nach dem Prinzen gemacht, den sie schließlich in Mike Foellmer fand, ...
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... der ihr am Klavier bewies, das er der Richtige ist.
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Prinz Mike I. zieht nun bis Aschermittwoch gemeinsam mit seinem zwölfköpfigen Hofstaat plus Hofmarschall und Prinzenberater durch die Aachener Säle. Höhepunkt wird der Rosenmontagszug am 12. Februar sein.

Aachen. Mutig ist er, der neue Aachener Karnevalsprinz. Denn nach einem Prinzenspiel in drei Akten, bewies Michael Foellmer erstens am Klavier und zweitens mit seinem Gesang, dass er der richtige Prinz für Aachen ist – und das live, ohne Playback, im Duett mit Profisängerin Nicole Malangré auf der großen Bühne des Eurogress vor 1400 Jecken im ausverkauften Europasaal.

Und bescheiden ist Mike I. offenbar auch. Denn auf diesen emotionalen Höhepunkt seiner Proklamation angesprochen, sagte der frischgebackene Karnevalsprinz schlicht: „Ich bin zufrieden. Das hat gut geklappt.“ Da zahlten sich die Gesangsstunden und der Klavierunterricht aus seiner Kindheit halt noch einmal aus.

Vorangegangen war eine rund vierstündige Show, in der der Aachener Karnevalsverein (AKV) und sein Programmgestalter Joachim Floegel ausschließlich auf Musiknummern gesetzt hatte, wie es sich in den Vorjahren bewährt hatte. Doch anders als zuletzt, brauchte die Proklamation am Samstagabend keine große Anlaufzeit, um Schwung aufzunehmen, wofür vor allem die Tanzformation High Energyaus Euskirchen zu Beginn des Abends verbunden mit der zügigen Moderation von David Lulley und AKV-Präsident Werner Pfeil sorgte.

Aber natürlich wartete das gesamte Publikum nur auf den neuen Prinzen. Und der ließ die Jecken im Saal nicht lange warten. Denn Mike und sein zwölfköpfiger Hofstaat hatten das Prinzenspiel in drei Akte unterteilt, in denen sich Sängerin Nicole Malangré mit dem als Frösche verkleideten Hofstaat im Aachener Wald auf die Suche nach einem neuen Aachener Prinzen machte. Unterstützt wurden sie dabei von den – zum Teil sehr jungen – Tänzerinnen und Tänzer der Formation Dance Evolution Aachen unter der Leitung von Cathrin Brust. Aber schließlich verbindet das Motto des Prinzen „D'r Öcher Bösch, deä bruucht sing Böüm wie d'r Fastelovvend sing Kengerdröüm“ die Themen Wald und Kinder.

Auch wenn der Spannungsbogen über die ersten beiden Akte, die der designierte Prinz noch von hinter der Bühne beobachtete, inhaltlich eher flach und einigermaßen vorhersehbar waren, ging das Publikum dank der flotten Musik gut mit und wurde im dritten Akt durch das Duett „Ich bin Dein Prinz heut Nacht“ von Foellmer und Malangré belohnt. Anschließend präsentierte sich der Hofstaat gekonnt jeweils mit einem Sprung durch Papierbahnen, auf denen die Figuren Noppeney, Lennet Kann, Schängchen und Co. als Kinder abgebildet waren.

Aachens 91. Tollität

Dann wurde es offiziell: Michael Foellmer wurde mit den Insignien des Aachener Karnevalsprinzen – Kette, Zepter, Mütze, Federn und Urkunde – ausgestattet, die den 47-jährigen Versicherungsmakler endgültig zu Aachens 91. Tollität machten. Und emotional: Denn Mike I. bedankte sich unter Tränen bei den „wichtigsten Menschen in meinem Leben“, nämlich seinen Eltern Doris und Willy, seiner Schwester Ulrike sowie seiner Freundin Nina Ridt. Mit den Worten „Genug geheult, jetzt geben wir Gas“ fand er aber schnell seine Fassung wieder und bewies gemeinsam mit seinem Hofstaat, dass seine Lieder „Fieber“, „Mache' Dich mal locker“ oder auch „Öcher Style“ auf der Bühne funktionieren und beim Publikum gut ankommen.

Zugute kam der jecken Truppe dabei vielleicht, dass sie vorab noch einen kleinen Test absolvieren konnte – im Brüssel-Saal des Eurogress, wo knapp 300 Leute die Proklamation auf Großbildleinwand verfolgten. Dort sorgten Prinz und Hofstaat gut 90 Minuten vor der eigentlichen Proklamation bei einem Kurzauftritt mit ihren Liedern für Stimmung.

„Es war unfassbar toll auf der Bühne, mit meiner geilen Truppe hat das unglaublich viel Spaß gemacht“, fasste Mike I. anschließend zusammen. Es habe auch alles so geklappt wie bei der Generalprobe, sagte er. Naja, zumindest fast alles: Als er nämlich nach der Präsentation seines Zahlmeisters als Letzter auf die Bühne kommen sollte, legte Mike I. einen Frühstart hin. Auf die Frage, ob er da vielleicht etwas zu früh gekommen sei, antwortete er: „Ja.“

Ehrlich ist er also auch, der neue Aachener Karnevalsprinz.

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