Freizeittipps Freisteller
14440719.jpg

Kommentiert: Welch ein Wahnsinn!

Ein Kommentar von Hagen Strauss (Berlin)

Eine Fußballmannschaft aus Gier und zur Gewinnmaximierung töten zu wollen, dürfte in der deutschen Kriminalgeschichte einzigartig sein. Was für ein Motiv. Was für ein Wahnsinn.

Das ist aber nur eine Erkenntnis, die sich aus der jetzt erfolgten Festnahme im Fall des Anschlags auf den BVB-Bus ziehen lässt. Die andere ist: Wieder einmal hat sich gezeigt, was in solchen Fällen die obersten Gebote sein müssen. Nämlich Ruhe zu bewahren, die Ermittler ihren Job machen zu lassen und nicht vorschnell zu urteilen und sich auf eine Tätergruppe festzulegen. Einfach mal die Klappe halten. Vor allem in den sozialen Netzwerken.

Denn übereilte Schuldzuweisungen gab es bei Twitter, Facebook und Co reichlich. Viele glaubten, nach dem Attentat auch gleich die Attentäter zu kennen. Mal waren es Islamisten, mal Rechte, dann wieder Hooligans. Und politisch wurde insbesondere von extremer Seite versucht, Gewinn aus dem schlimmen Ereignis zu schlagen. Alles Quatsch, wie man seit Freitag weiß. Es war ein Täter, der angetrieben wurde von der schnödesten aller menschlichen Unzulänglichkeiten. Ob es noch Hintermänner gibt, werden die weiteren Ermittlungen zeigen. Jedenfalls muss man den Sicherheitsbehörden ein großes Kompliment machen, dass sie sich nicht haben beeindrucken lassen von der öffentlichen Debatte. Gute Arbeit.

Die Erkenntnisse zum Anschlag belegen leider, in welchen verrückten Zeiten wir leben. Alles ist möglich, jede noch so unvorstellbare Attacke kann Realität werden. Aber: Es bleibt eine kleine Minderheit, die die Werte einer freien Gesellschaft und die Spielregeln des Zusammenlebens angreift. Das muss man sich immer wieder bewusst machen. Von diesen Leuten darf man sich nicht einschüchtern lassen. Auch diesbezüglich sind die Spieler des BVB gute Vorbilder.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert