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Kommentiert: Motorrad-Raser sind nicht nur ein Problem der Eifel

Ein Kommentar von Peter Stollenwerk

Dass die Eifel als Ausflugsziel bei Motorradfahrern auf der Beliebtheitsskala ganz oben steht, ist seit Jahrzehnten Fakt.

Emotionale Diskussionen über Raser und röhrende Maschinen gab es immer schon – und leider auch jeden Sommer Tote und Schwerverletzte. Die Faszination, den Rursee auf kurvenreichen Straßen anzusteuern, mag ja auch der Nicht-Biker noch nachvollziehen, aber der Spaß hört auf, wenn Motorradfahren nur noch dazu dient, noch schneller und noch lauter zu heizen.

Jene kleine Gruppe von Motorradfahrern, die rund um den Rursee hochrisikoreiche Runde dreht und anschließend ihre zweifelhaften Rekorde bildwirksam ins Netz stellen, bestimmt inzwischen maßgeblich das Bild des Motorrad fahrenden Eifelgastes.

Diese Problemgruppe hat es damit auch geschafft, dass das Image der Zweiradfahrer derzeit ruiniert ist. Entspannung im Umgang mit der motorradfahrenden Bevölkerung ist im Moment in weite Ferne gerückt. Die Eifelbürger müssen sich dennoch wohl oder übel mit den Motorradfahrern arrangieren, denn kein Gesetz lässt es zu, bestimmte motorisierte Gruppen vom Straßenverkehr auszuschließen.

Die Frage lautet nicht, wie man das Problem Motorradlärm verdrängt sondern wie es gelingen kann, die Problemgruppe der röhrenden und störenden Raser wirksam auszubremsen. Mit ein paar Rüttelstreifen, über die Motorradfahrer nur müde lächeln, ist es nicht getan und auch weitere Streckensperrungen würden das Problem nur verlagern.

Der Gesetzgeber hat hingegen alle Möglichkeiten in der Hand: Die Dezibel-Grenzwerte könnten nach unten korrigiert werden, die Halterhaftung praktiziert und Frontkennzeichen vorgeschrieben werden, denn Motorradlärm ist kein reines Eifelproblem.

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