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Kommentiert: Die Fußball-Champions-League und das Geld

Ein Kommentar von Heribert Förster

Aleksander Ceferin sagt, natürlich hätte er kein Problem damit, einen Klub wie Paris St. Germain von der Champions League auszuschließen. Selten so gelacht, Herr Präsident!

Dass der slowenische Vorsteher der Europäischen Fußball-Union Uefa in zehn Monaten tatsächlich Ernst macht und dem französischen Scheich-Spielzeug den Zugang zu den Geldtöpfen (definitiv) sowie dem sportlichen Ruhm (eventuell) verwehrt, wird nicht passieren. Zur Not wird der katarische Klubbesitzer von Paris St. Germain Herrn Ceferin für die Verbandszentrale ein paar goldene Wasserhähne spendieren.

Alles kein Problem. Sollte es aber doch ein Problem mit dem Grundsatz des finanziellen Fairplays geben, nicht mehr auszugeben als einzunehmen, wird Paris Julian Draxler schnell für schlappe 222 Millionen Euro an einen Klub in Katar verkaufen – und schon ist am Ende des Spieljahres, so lange haben die Franzosen bzw. Katari noch Zeit, die Bilanz ausgeglichen.

Alles kein Problem! Alles kein Problem? Längst ist die Champions League eine geschlossene Gruppe mit den besten Klubs der besten Ligen, der Rest darf (noch) mitspielen. Wissen Sie übrigens, was der damalige Uefa-Generalsekretär und heutige Weltfußball-Präsident Gianni Infantino bei der Einführung des Financal Fairplays gesagt hat? Der Schweizer verkündete ernsthaft, man wolle die Vereine vor „Gier, leichtfertigen Ausgaben und finanziellem Größenwahn“ schützen. Hat ja bestens funktioniert!

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