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Kommentiert: Das Urteil - ein Treffer

Ein Kommentar von Christoph Pauli

Für etwa 99 Prozent der 13 Millionen Zuschauer, die im letzten Jahr ein Bundesliga-Spiel besucht haben, ist das Urteil des Bundesgerichtshof völlig uninteressant.

Sie sind nicht davon betroffen, weil sie nicht im Stadion randalieren, Pyroartikel zünden oder andere Fans fahrlässig in Gefahr bringen oder gar verletzen.

Die Karlsruher Richter urteilen lebensnah. Wer in der Fußgängerzone, in der Redaktion oder beim Konzert straffällig wird, haftet ebenfalls für sein Verhalten. Das Stadion ist kein rechtsfreier Raum, der Veranstalter –also die Vereine – können zwar von den Verbandsgerichten für solche Exzesse belangt werden. Aber, und das ist die gute Nachricht aus Karlsruhe, sie können auch die eigentlichen Verursacher in Regress nehmen.

Es ist kein spektakuläres Urteil, das da gestern gefällt wurde, aber es schafft Sicherheit – im besten Fall im doppelten Wortsinn, wenn es abschreckt. Die Minderheit, die billigend Straftaten in Kauf nimmt, erhält das deutliche Signal: Es geht ans Portemonnaie. Der Schwachsinn kann eine Existenz kosten.

Im besten Fall erkennen potenzielle Straftäter die drohenden finanziellen Konsequenzen. Das Urteil tangiert nur eine Minderheit, aber eine Mehrheit kann davon profitieren.

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