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Kommentiert: Cargo bleibt weiterhin möglich

Ein Kommentar von Karl Stüber

Mit den Fraktionen im Alsdorfer Stadtrat ist eine Nutzung der Trasse der Euregiobahn auch durch Güterverkehr nicht zu machen.

Auch nicht mit der Verwaltung und deren Chef Bürgermeister Alfred Sonders.Das hat die „Kundgebung“ im Rahmen einer Pressekonferenz deutlich gemacht. Das zählt, das sind gewichtige Aussagen. Aber können besorgte Anwohner der Euregiobahn nun bei allem guten Willen der „Entscheider“ davor sicher sein, dass nicht doch noch der Zugverkehr auf der Trasse zunimmt? Die Antwort lautet schlichtweg: Nein!

Mag sein, dass sowohl Stadt, Kommunalpolitik, Streckenbereitsteller Euregio Verkehrsschienennetz GmbH sowie Aachener Verkehrsverbund Güterverkehr alle (planungs-)rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen wollen, um Unternehmen, die grundsätzlich sehr wohl auch solche Trassen für Güterbewegungen nutzen können („Antidiskriminierungsrecht“), vor den Prellbock laufen zu lassen. Aber das hat seine Grenzen. Wer entsprechend investiert, viele Arbeitsplätze im Rücken hat und auf entsprechendes Gelände sowie auf Freiraum für den Gleisanschluss verweisen kann, dem darf sein Recht nicht so ohne Weiteres verwehrt werden.

 

Außerdem: Wer sagt denn, dass es nur um anliegende Unternehmen im Raum Alsdorf geht? Es liegen eine Reihe von Kommunen und Unternehmen am Streckennetz der Euregiobahn. Zudem sei gesagt: Es geht nicht nur potenziell um lange schwere Güterzüge, sondern auch um Zubringerverkehr mit einer Lok und einem bis mehreren Güterwagen. Wie steht es um das Gegenargument, dass es keine Kapazität auf der Strecke für Cargo gebe? Zwischen 0 und 4 Uhr verkehrt kein Personenzug auf der Strecke...

Apropos Personennahverkehr: Dessen Frequenz wird auf jeden Fall zunehmen, wenn der Ringschluss via Stolberg geschlossen und die Strecke elektrisiert ist. Und da werden in Zukunft ja noch weitere Verbindungen, so die Stichstrecke via Alsdorf-Mariagrube und Siersdorf (Aldenhoven) nach Baesweiler, für mehr Verkehr sorgen. Auch da gibt es Firmen oder könnten sich neue ansiedeln. Es bleibt bei James Bond: Sag niemals nie – auch nicht zu mehr Belastung durch Schienenverkehr. Das ist eine Frage der Ehrlichkeit!

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