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Kommentiert: Berlusconis Strafe ist eine Farce

Ein Kommentar von Christoph Velten

Berlusconi hat seine Strafe in einem Pflegeheim für Demenzkranke angetreten.

Zehneinhalb Monate lang muss er sich einmal pro Woche für vier Stunden nun um die Belange anderer kümmern – nicht wie sonst üblich ausschließlich um sich selbst.

Das mag dem aalglatten Multimilliardär schwerfallen – und doch ist diese Form der Bestrafung nicht mehr als eine Farce! Mehr noch, es ist ein Schlag ins Gesicht all derjenigen, die jeden Morgen um sechs Uhr in den vielen Alten- und Pflegeheimen ihren Dienst antreten und dafür viel zu wenig Anerkennung, geschweige denn Gehalt bekommen.

Es ist ein Schlag ins Gesicht auch für all diejenigen, die sich dort ehrenamtlich engagieren, die sich ganz freiwillig in den Dienst der guten Sache stellen. Vor allem aber ist es ein Armutszeugnis für eine Gesellschaft, die die Pflege Alter und Dementer als Strafe deklariert. Die Fürsorge gerade für diese Gruppe sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Man hätte Berlusconi – wenn man ihn schon nicht wirklich bestrafen wollte –besser freisprechen sollen als dieses unwürdige Schauspiel zu ermöglichen.

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