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Kommentiert: Aachen, vielfältig???

Ein Kommentar von Angela Delonge

Mit welcher Arroganz die Stadt Aachen auf das Unesco-Themenjahr reagiert, spottet jeder Beschreibung.

Da bietet sich die außerordentliche Möglichkeit, Menschen im In- und Ausland für die Region, ihr Oberzentrum und die erste aller deutschen Welterbestätten zu begeistern, und den verantwortlichen Touristikern fällt nichts anders ein als „Aachen vielfältig“ und Karl der Große. Geht‘s noch?

Dieses Marketingkonzept atmet den Hauch der Geschichte. Wen will man denn damit hinter dem Ofen hervorlocken? Und bei allem Respekt vor dem Aachener Weltkulturerbe: Nicht jeder Gast hält den Dom für den Nabel der Welt und will immer nur „auf den Spuren des Kaisers“ wandeln.

Vor allen Dingen nicht die kosmopolitisch erfahrene, Event-verwöhnte Zielgruppe der Städtetouristen. Für die ist Aachen ein weißer Fleck auf der Landkarte, weit abgeschlagen selbst in NRW. Die Auslastung hiesiger Hotels liegt seit Jahren unter 50 Prozent. Soll das etwa so bleiben?

Wenn nicht, müssen die Aachener in Sachen Stadtmarketing aber mal ganz ordentlich Gas geben. Und innovative Ideen liefern, mit denen Aachen sich international einer touristisch versierten Generation präsentieren kann! Es ist eigentlich unverzeihlich, dass die Stadt das Themenjahr nicht für ein großangelegtes Brainstorming genutzt hat.

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