Stolberg - Zwölf Stationen, an denen sich ein Halt lohnt

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Zwölf Stationen, an denen sich ein Halt lohnt

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Auch bei der zweiten Auflage der „Art Tour de Stolberg” ging die Kunst einher mit Kommunikation und Freude, wie der Breiniger Künstler Emil Sorge (rechts) mit einem Gast in seinem Atelier demonstrierte. Foto: D. Müller

Stolberg. Zum zweiten Mal lockte am Sonntag die „Art Tour de Stolberg” Kunstinteressierte in die Kupferstadt, und an zwölf im Stadtgebiet verteilten Stationen waren Ateliers und Galerien geöffnet. Mehr als 50 Künstler präsentierten dabei ihre Werke, sodass die Kunstlandschaft durch große Vielfalt überzeugen konnte.

Als Startpunkt für die sonntägliche „Kunstausfahrt” bot sich zum Beispiel ein qualitativ hochwertiger Kunst-„Außenposten” an: Im beschaulichen Vicht hatte der Europäische Kunsthof seine Pforten geöffnet und ließ den Blick auf die größte Auswahl an Originalen der zeitgenössischen Kunst zu.

Als nächste Station empfahl sich ein Stadtteil, der seit jeher über eine illustre Kunstszene verfügt, denn anlässlich der „Art Tour” gab es in Breinig gleich vier Kunst(h)orte. Petra Rink zeigte in ihrem Atelier und ihrer Galerie den eigenen „Rinkschmuck” sowie Nützliches und Feines, nicht nur aus Holz, von Christoff Guttermann. Im historischen Straßenzug Altbreinig griffen Andr Hennecken und Jutta Meeßen den Jugendstil neu auf - in ihrem Bauwagen. Sein Atelier hinter dem Wohnhaus hatte Emil Sorge der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben einigen Lichtinstallationen waren vornehmlich neuere Arbeiten zu sehen.

Als Publikumsmagnet erwies sich allerdings die Breiniger Galerie Pitz, da dort nicht nur die Pop-Art von Devin Miles ausgestellt war, sondern auch die Werke eines Künstlers, der hauptsächlich als Sänger Berühmtheit erlangt hat: Viele kamen, um die originalen „Likörelle” von Udo Lindenberg zu bestaunen. „Es war zu erwarten, dass Udos Bilder in Stolberg Aufmerksamkeit erregen”, freute sich Ludwig Pitz und hielt den „Sonderzug nach Pankow” und die „Andrea Doria” des „Panik-Rockers” in seinen Händen. „Die Menschen wollten auch einmal die künstlerische Seite Lindenbergs kennen lernen. Da ich seine Bilder auch über das Internet vertreibe, weiß ich, wie groß das Interesse deutschlandweit ist. Es reicht von Sylt bis Passau, und ich habe schon Bilder von Breinig aus nach Stolberg im Harz verschickt.”

Um, weiter auf den Pfaden der Kunst wandelnd, die Alt- und Innenstadt zu erreichen, kamen mehrere Routen in Frage. Kunstfreunde konnten einen Halt im Zinkhütter Hof machen, um die Ausstellung „l(i)ebenswert” anzuschauen (siehe unten), oder in Birgit Engelens Skulpturengarten am Hammerberg das „Frühlingserwachen” genießen (Bericht Seite 10). Auch der Weg über die Ritzefeldstraße lohnte sich, denn Karin Lynen präsentierte in ihrem offenen Atelier aktuelle Werke.

Kunst mit Sonnenschein und besonderem Ambiente in Einklang brachte der Kunsthandwerkerhof. Im Innenhof luden Druckmanufaktur, Textil- und Schmuckdesign, Objekte und Malerei zum Verweilen ein, und der „neue Franzose” am Alter Markt, Christian Clement, versüßte mit Getränken aus seiner Bodega den Aufenthalt. „Es ist toll, wie wir Aussteller hier zusammenwirken, und wie groß das Interesse an unseren Arbeiten ist. Die Ersten klopften schon um zehn Uhr an unsere Tür”, beschrieb „AninA” Marita Cujai die „Art Tour”.

Nur ein paar Treppenstufen entfernt, in der Burg-Galerie, zeigte die „Artibus”-Reihe abstrakte Kunst von Martine Marson, und die Steinweg-Galerie wartete mit zwei Kunst(h)orten auf.

„Moving Art” von Hajo Peters war im „Haus Patio” im Steinweg ausgestellt, und die Galerie selbst zeigte „4 of a kind” - insgesamt mehr als 60 Werke in einer Gemeinschaftsausstellung der Künstlerinnen Elfi Sautot, Ria Peerboom, Gabriele Plaß und Uschi Zantis - sowie die Bildhauerei von Peter Lidak.
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