Stolberg - Zweiter Anlauf für die Sekundarschule in Stolberg

Zweiter Anlauf für die Sekundarschule in Stolberg

Von: Doris Kinkel-Schlachter
Letzte Aktualisierung:
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Sekundarschule Stolberg: So könnte es aussehen, das neue Schild für die neue Schule. Dafür sind 75 Anmeldungen bis zum 8. März nötig.

Stolberg. www.sekundarschule-stolberg.de: Die Internet-Seite steht schon. Ein Banner ist ebenfalls konzipiert worden und wartet nur darauf, ans Schulgebäude an der Kogelshäuserstraße gehängt zu werden. Das Wichtigste ist jedoch, dass das Anmeldeverfahren für die neue Sekundarschule begonnen hat.

Damit startet die Stadt ihren zweiten Versuch für die Einrichtung einer Sekundarschule. Zehn Einschreibungen fehlten am Ende im vergangenen Jahr, um die von der Landesregierung vorgeschriebene Mindestzahl von 75 zu erreichen und die Neueröffnung in der Kogelshäuserschule zu realisieren.

Bis zum 8. März, so lange ist die Anmeldephase, muss auch diesmal die Zahl 75 erreicht werden. Aber diesmal sind alle Seiten sicher, dass es klappen wird. „Stolberg hat sich gut und sorgfältig aufgestellt“, sagt Daniel Bick. Der Leiter der Europaschule in Herzogenrath begleitet gemeinsam mit Jörg Klein, Berater der Stadt und Schulleiter der Hauptschule Kogelshäuserstraße, das Aufnahmeverfahren.

„Die Bezirksregierung stellt bei Neugründungen immer einen Berater zur Verfügung, und das bin in dem Fall ich“, sagt Bick, der 1986 die erste Gesamtschule in Aachen gegründet und damit die Gesamtschulen in die Region gebracht hat.

Das passt natürlich sehr gut, ist die neue Sekundarschule doch im Grunde eine kleine Gesamtschule, die bis zur Klasse 10 führt. „Sie ist daher, wie die Gesamtschule auch, für Schüler aller Begabungen offen und stellt damit neben der Gesamtschule ein zweites Angebot längeren gemeinsamen Lernens dar“, erklärt Jörg Klein. Mit der Sekundarschule und der Gesamtschule biete man ein gleichrangiges System.

Die Gesamtschule ist vierzügig und mit der Oberstufe das größere System, die Sekundarschule ist dreizügig geplant, „das ist ein überschaubares und kein Mammutsystem mit 1500 Schülern“, so Klein, der nach seiner „Tournee“ in den vierten Klassen der Grundschulen und diversen Elternabenden festgestellt hat, dass der Wunsch nach gemeinsamen Lernen sehr ausgeprägt sei.

Ist die neue Sekundarschule – wenn sie denn ihre mindestens 75 Schüler bekommt – als Konkurrenz zu sehen? „Nein“, betont Kinder- und Jugendamt-Leiter Willi Seyffarth. „Einen gesunden Wettbewerb wird es geben, aber das ist auch wünschenswert bei einer so ausgeprägten Schullandschaft“, ergänzt Bick.

Aus der Tradition der Hauptschule kommend ist die Vernetzung eine intensivere. Kooperationen mit Betrieben und pädagogischen Einrichtungen kämen einer neuen Sekundarschule gut zupass. Und auch das Thema Inklusion wäre im bereits umgebauten und mit Funktionsräumen versehenen Schulgebäude an der Kogelshäuserstraße eben kein Thema.

„Die Sekundarschule hat sehr gute Kooperationspartner und einen ziemlich genauen Plan, was in zehn Jahren sein wird. Das ist nicht üblich“, lobt Daniel Bick, dass Stolberg mehr als nur seine Hausaufgaben gemacht habe. „Mit der Sekundarschule schließen wir eine Lücke in der Schullandschaft“, betont Seyffarth. Die Zahlen werden erst nach Ende des Verfahrens bekannt gegeben, damit es keinerlei Beeinflussung gibt. Danach ernennt die Bezirksregierung eine Person als kommissarischen Schulleiter sowie einen Stellvertreter. Die Schule könnte dann im Sommer an den Start gehen.

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