Zwei neue Schulformen für Stolberg auf dem Vormarsch

Von: Sarah Sillius
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Blick auf die Kogelshäusersch
Blick auf die Kogelshäuserschule, die ab 2012/2013 zur Verbundschule werden soll: FürSchüler, die jetzt die weiterführenden Schulen in Stolberg besuchen, soll sich nichts ändern. „Jeder kann an seiner Schule seinen Abschluss machen”, verspricht der Bürgermeister. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Die Planungen für die neu ausgerichtete Stolberger Schullandschaft sind abgeschlossen. Nun ist es offiziell: Zum Schuljahr 2012/2013 wird sie kommen, die vielfach gewünschte Gesamtschule für Stolberg.

Vier Züge soll sie haben, 112 Anmeldungen aus dem Stadtgebiet braucht sie, über sechs Jahre wird sie sich aufbauen, und die wohl brennendste Frage wurde jetzt auch von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler beantwortet: „Standort werden die Realschule I an der Walther-Dobbelmann-Straße und die Gutenberg-Schule am Sperberweg sein. Das war die einzige finanzielle Möglichkeit.”

Stufenverfahren

Ein Stufenverfahren soll die Gesamtschule in Gang bringen. Im übernächsten Schuljahr wird die Gesamtschule mit einem vierzügigen Einschulungsjahr gestartet, der im Gebäude der Gutenbergschule untergebracht wird. Gleichzeitig soll es in der Kupferstand eine Verbundschule am Standort Kogelshäuserschule mit drei Klassenzügen geben. Hauptschule und Realschule I werden dort zusammengeschlossen. „Damit können wir ab 2012/2013 alle weiterführenden Schulformen in Stolberg anbieten”, erklärt Gatzweiler.

Patrick Haas, Vorsitzender des Schulausschusses, fügt hinzu: „Damit werden die bestehenden Schulgebäude optimal ausgenutzt, das Gesamtkonzept ist für die nächsten zehn bis 20 Jahre gut gedacht.” Konsequenzen bringen die Planungen natürlich für die gesamte Schullandschaft mit sich. Die Hauptschule Propst-Grüber-Schule Auf der Liester wird zum Schuljahr 2012/2013 keine Eingangsklasse mehr bilden und wird sich schließlich auflösen.

Realschüler können sich ab nächstem Jahr entweder in der Realschule Mausbach, Im Hahn, anmelden oder an der neuen Verbundschule Kogelshäuserstraße. Gatzweiler versichert aber: „Jeder Schüler kann an seiner Schule seinen Abschluss machen, niemand muss wechseln.” Auch werde dafür Sorge getragen, dass genug pädagogisches Fachpersonal bis zum Auslaufen der bestehenden Schulklassen zur Verfügung stehe.

Auf die beiden Gymnasien wird die Weiterentwicklung der Schullandschaft keine großen Auswirkungen haben - abgesehen von einem Detail. „Die neue Mensa am Goethe-Gymnasium soll gemeinsam mit der neuen Gesamtschule genutzt werden”, sagt Gatzweiler. Allerdings sei dies abhängig von der tatsächlichen Auslastung der Mensa, heißt es in der Beschlussvorlage.

Fraglich bleibt noch die Finanzierung. Die Höhe der Investition in den Umbau des Gebäudes am Sperberweg kann und will Gatzweiler noch nicht einschätzen. „Wir sind dabei, die Kosten zu ermitteln und befinden uns in Gesprächen mit der Kommunalaufsicht.” Die Zahl werde Ende Juni bekannt gegeben. Fest stehe aber schon jetzt: „Man wird Geld in die Hand nehmen müssen.”

Endgültiger Stichtag für die Stolberger Schulentwicklung ist der 17. Mai. Dann wird in der außerordentlichen Sitzung des Schulausschuss über die Vorlage diskutiert und im Rat entschieden.
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