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Zuschüsse nur für neue Wohnungen ohne Treppe

Von: oha
Letzte Aktualisierung:
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Eine Seniorin mit Rollator. Wenn die Wohnung nicht barrierefrei ist oder einen Aufzug hat, kann sie das Haus kaum verlassen. Foto: imago/epd

Stolberg. Die Menschen werden immer älter – auch in Stolberg. Die Stadt muss sich auf den demografischen Wandel einstellen. Die CDU-Fraktion hat deshalb für die heutige Sitzung des Hauptausschusses beantragt, den Bau neuer barrierefreier Mietwohnungen für Senioren zu unterstützen.

Im höheren Alter sind Treppen ein schwer zu bewältigendes Hindernis. Die neuen Wohnungen sollen deshalb entweder ebenerdig sein oder mit einem Aufzug zu erreichen sein. Innerhalb der Wohnung darf es ebenfalls keine Treppen oder sonstige Stolperfallen geben. Sind diese Auflagen erfüllt, gibt es für den Bau der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bevor es allerdings zu dieser Mittelvergabe kommt, wird die Kommune vor Ort von der Bewilligungsbehörde um eine Stellungnahme gebeten. Gibt es überhaupt Bedarf für neue Seniorenwohnungen? Im Rahmen der Wohnungsvermittlung sei jedoch schon seit Jahren erkennbar, dass in Stolberg weitere geeignete Mietobjekte für Senioren benötigt werden, heißt es in der Stellungnahme der Stadtverwaltung zum CDU-Antrag. Vor allem zwei Schwerpunkte hat die Fachbehörde ausgemacht: So gibt es in Stolberg derzeit nicht genügend barrierefreien Wohnraum für Zwei-Personen-Haushalte mit einer Wohnfläche von 50 Quadratmetern.

Im Hinblick auf die demografische Entwicklung in der Stadt Stolberg sei dieser Bedarf steigend. Ebenfalls steigend werde die Nachfrage nach Wohnungen mit einer Größe von rund 100 Quadratmetern für Familien mit mehr als zwei Kindern sein.

Anhand der Erkenntnis, dass in Stolberg langfristig eben besonders eher kleinere Seniorenwohnungen für bis zu zwei Personen und bezahlbare größere Wohnungen für Familien mit mehreren Kindern benötigt werden, wird es Wohnungsbauförderungsmittel auch nur für diese Art der Bebauung geben. Der Bewilligungsbehörde gegenüber werde nur dieser Bedarf bestätigt, heißt es in der Stellungnahme aus dem Rathaus.

Wie bereits berichtet, sollen auch die Bebauungspläne für die Innenstadt, insbesondere den Bereich Altstadt/Steinweg, so geändert werden, dass hier Studentenwohnungen oder eben Wohnungen für Senioren eingerichtet werden können. Allerdings müssten die Eigentümer der Häuser dafür sorgen, dass die Bauten schwellenlos hergerichtet werden. Oder zumindest barrierearm, wenn sie keine öffentlichen Fördermittel in Anspruch nehmen wollen.

Doch auch am Stadtrand, etwa in Breinig, könnten barrierefreie neue Wohnungen hoch gezogen werden, hofft die Stadtverwaltung. Die Stadt selbst hat keine finanziellen Mittel, mit denen sie Investoren diesbezüglich locken könnte. Aber es sei durchaus möglich, die Veräußerung von Grundstücken nur an solche Investoren zuzulassen, die darauf dann auch tatsächlichWohnungen ohne Stufen errichteten.

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