Zuerst wird Büsbachs neue Mitte geplant

Von: Jürgen Lange
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Tristesse statt Dorf-Idylle: Erst auf der Basis eines Gesamkonzeptes sollen Veränderungen im Büsbacher Ortskern erfolgen. Foto: J. Lange

Stolberg-Büsbach. So richtig schmuck sieht der Büsbacher Ortskern sicherlich nicht aus. Zwar macht der Marktplatz zumeist einen gepflegten Eindruck, doch das Umfeld versprüht eher morbide Tristesse längst vergangener Zeiten.

Das soll sich absehbar ändern. Die Büsbacher Bürger selbst haben die Initiative ergriffen, haben ihren Stadtteil analysiert, geplant, sich beworben und gleich den zweiten Preis gewonnen beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft”.

Erstes Ergebnis zum Jahresende

Der Gewinn wurde gleich zukunftsträchtig investiert in eine Planungswerkstatt, die der Kreis Aachen in Zusammenarbeit mit den Hochschulen ausgelobt hatte. Und nach einer intensiven Werkstatt-Arbeit wissen die Büsbacher genau, was sie wollen und was nicht. „In keinem Fall punktuelle Einzelmaßnahmen”, betont Günter Dahmen als Sprecher der Büsbacher, sondern „ein Konzept aus einem Guss, dass dann peu á peu realisiert werden kann”.

Einen weiteren Schritt zu einem einheitlichen Dorfbild wird der Vergabeausschuss am 29. April machen. Dann soll ein Planungsbüro beauftragt werden, ein städtebauliches Konzept für die Aufwertung der Büsbacher Ortsmitte zu erarbeiten. Sechs Fachbüros hatte die Verwaltung zu Angeboten aufgefordert, fünf haben eins abgegeben. Eins zeichnet sich unter Aspekten der Einbindung der Bürger im Planungsprozess sowie der Kosten als das geeignete ab.

Es wird für die Grundlagenermittlung und Vorplanung gleich auf einen ganzen Packen von Anregungen zurückgreifen können. Mehrere Anträge von Parteien beschäftigen sich mit einzelnen Details im Büsbacher Ortskern. Es gibt (kostenträchtige) Vorentwürfe der Verwaltung für die Neugestaltung des Bereiches am Denkmal. Es gibt Protokolle von diversen Ortsbesichtigungen und Ausschussdebatten. Und es gibt vor allem aus der Planungswerkstatt einen Wunschkatalog, den die Büsbacher Bürger selbst aufgestellt haben. Der umfasst den gesamten Dorfkern - etwa von der Post über den Markt bis hin zur Galmeistraße sowie über Bischofstraße und Denkmal bis hin zur Dell.

„Bis zum Jahresende”, kalkuliert Andreas Pickhardt, kann ein erster Gesamtentwurf für Büsbachs neue Mitte vorliegen. Vorher wird es auch keine Veränderungen und keine punktuellen Maßnahmen geben, betont der Fachbereichsleiter und liegt damit auf einer Wellenlänge mit den Büsbacher Bürgern, die jedwede Umgestaltung nur auf Basis eines Gesamtkonzeptes realisiert wissen wollen. „Sonst gibt das nur unpassendes Flickwerk”, warnt Dahmen.

Das Warten auf das Gesamtkonzept gilt auch für die bereits zur Förderung angemeldete Verlegung der Bushaltestelle in Richtung Markt, um Parkplätze vor der Post ausweisen zu können. Und es gilt auch für eine Veränderung des Einmündungsbereiches der Bischofstraße, betont Pickhardt. Es gebe zwar Überlegungen, wie die Wünsche einer ausgedehnteren und attraktiveren Außengastronomie der Eisdiele mit einer Entschärfung der gefährlichen Einmündungssituation kombiniert werden könnten, aber auch diese müssten sich letztlich ins Bild der neuen Büsbacher Mitte einfügen, die zunächst durch das Gesamtkonzept definiert werden müsse.

Klare Vorstellungen entwickelt

Wie das aussehen soll, davon haben die Büsbacher bereits klare Vorstellungen. In ihrer Planungsskizze sprechen sie von einer Betonung der Eingangsbereiche in den Dorfmittelpunkt, von einem einheitlichen Niveau von Platz, Straßen und Gehwegbereichen, von einer homogenen Ausgestaltung des Marktes, die vielfältigen Nutzungen gerecht wird - und davon, dass dem Geschäftszentrum mehr Parkraum als Lebenselixier zur Verfügung gestellt wird.

Planung für Spielplatz auf Schulhof läuft

Die Planung für die Schaffung eines neuen Spielplatzes auf dem rechten Teil des Schulhofes an der Bischofstraße läuft. Erste Details soll das von der Stadt beauftrage Planungsbüro in diesen Tagen vorlegen, erklärte Jugendpfleger Josef Offergeld auf Anfrage.

Von ihnen erhofft sich das Jugendamt auch Aufklärung über die erforderlichen Mittel. 60.000 Euro stehen zwar für zunächst angedachten Spielmodule im Ort bereit, „aber die dürften kaum ausreichen, um den Schulhof in einen attraktiven Spielplatz zu verwandeln”, sagte Offergeld auch mit Blick auf dessen Asphalt-Belag.

Das Jugendamt strebt an, das neue Angebot für Kinder noch rechtzeitig für die „Spielsaison” in diesem Jahr fertigstellen zu können.
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