„Zu wenig Substanz“: CDU stellt Kriegers Parade in Frage

Von: Michael Grobusch
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Die Einschätzungen zur Qualität der Parade von „Stolberg goes Afrika“ gehen offenbar stark auseinander. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Attacke kam für Max Krieger ziemlich unverhofft. Gerade erst hatte der Stolberger Kulturmanager im Fachausschuss die Bandbreite seines Programms für das laufende Jahr vorgestellt und dafür auch von Ludwig Hahn ausdrückliches Lob geerntet, da packte der CDU-Sprecher die verbale Keule aus. In den Fokus stellte er dabei die Veranstaltungsserie „Stolberg goes“, die in diesem Jahr Afrika in den Mittelpunkt gestellt hatte.

„Das war eigentlich eine wirklich tolle Veranstaltung“, konstatierte Hahn. „Schade nur, dass der vermeintliche Höhepunkt nicht das halten konnte, was er versprochen hatte.“ Die Parade war dem Christdemokraten ein Dorn im Auge, und längst nicht nur ihm, wie er versicherte.

„Wir sind von vielen Leuten angesprochen worden, die darüber geklagt haben, dass es zu viele Lücken und zu wenige Gruppen gegeben hat. Wenn ein Programmpunkt nicht ausreichend Substanz zu bieten hat, sollte man darüber nachdenken, auf ihn zu verzichten.“

Das saß, Max Krieger musste zunächst einmal schlucken, um dann einzugestehen: „Diese Aussage überrascht mich jetzt völlig.“ Nie zuvor hätten mehr Menschen an dem Zug durch die Innenstadt teilgenommen, fast 2500 Teilnehmer hätten sich vor allem dank der Unterstützung der Schulen durch die City bewegt.

„Das war schon ein kleiner Rosenmontagszug, der uns auf dem Kaiserplatz, wo sich die Gruppen aufgestellt haben, und in der Altstadt, wo sich die Parade aufgelöst hat, an die Grenzen des organisatorisch Machbaren geführt hat“, erklärte der Kulturmanager. In der Tat habe es einige Lücken gegeben.

„Doch die waren alleine durch die Akrobatik-Gruppe bedingt, die für ihre Aufführungen immer wieder stehengeblieben ist.“

Max Krieger ist ins Grübeln geraten. „Ich werde mir meine Gedanken machen“, kündigt er vieldeutig an und ergänzt: „Wir müssen sehen, ob die Parade tatsächlich zu jedem Land und Motto passt.“

Beides kann er für 2014 noch nicht benennen, weil die Absprache mit Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Schirmherr Axel Wirtz noch nicht stattgefunden hat. Einen vorläufigen Termin gibt Krieger indes schon bekannt: Vom 16. bis 18. Mai und damit außergewöhnlich früh soll „Stolberg goes“ im nächsten Jahr stattfinden. Eine Alternative gebe es im Grunde nicht: „Das ist das einzige noch freie Wochenende.“

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