Zinkhütter Hof: Wohnmobile könnten Denkmal stören

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:
museum_bu
In der äußersten Ecke des Museums-Geländes hinter der Direktoren-Villa war der Wohnmobil-Stellplatz im Anschluss an den öffentlichen Parkplatz geplant. Doch dort stört er die „direkte Sichtachse” des RP.

Stolberg. Regelmäßig parken Mitarbeiter umliegender Dienstleistungsbetriebe ihr Wohnmobil auf dem öffentlichen Parkplatz des Museums Zinkhütter Hof an der Cockerillstraße. Das ist weder verboten noch verwerflich oder gar zuschussschädlich.

Ganz anders sieht aus Sicht der Kölner Bezirksregierung und des Landschaftsverbandes Rheinland aber die Situation aus, falls die Stadt in der unscheinbaren Ecke hinter der Direktoren-Villa des Museums einen Wohnmobil-Stellplatz einrichten würde. Das würde die Denkmal begeisterten Augen von Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar und LVR-Direktor Harry Voigtsberger deutlich trüben.

„Es bestehen dort größte Bedenken, weil die Optik des Denkmals beeinträchtigt sein könnte”, erläutert Andreas Pickhardt auf Anfrage den Widerstand aus Köln gegen die touristischen Pläne am Museum. Sollte die Stadt an ihnen festhalten, seien Zuschüsse gefährdet und müssten gar zurückerstattet werden, so der Fachbereichsleiter. Denn das Museum wurde und wird aktuell im Rahmen der Euregionale vom Land gefördert.

Einen Verlust von Zuschüssen kann sich die Stadt aber nicht leisten und rückt von den Plänen ab, den lang geplanten Wohnmobil-Stellplatz hinter der Direktoren-Villa zu errichten. Für dessen Realisierung warten im Haushalt 60.000 Euro darauf, investiert zu werden.

„Grundsätzlich begrüßen wir natürlich die Pläne für den Wohnmobilstellplatz im Umfeld des Museums”, erklärt RP-Sprecherin Martina Schäfer die Bedenken. Aber am bislang geplanten Standort würde der Stellplatz „in der direkten Sichtachse liegen”. Das „wird hier kritisch gesehen”, sagt Schäfer und könnte sich für die Stadt als förderschädlich für das kurz vor dem Abschluss stehende Euregionale-Projekt erweisen.

Aber als konstruktiver Behördenleiter hat Lindlar der Stadt „alternative Stellplätze in unmittelbarer Umgebung” vorgeschlagen. „Wir haben aber noch keine Rückmeldung aus Stolberg”, so Schäfer. Denn im Rathaus werden jetzt zahlreiche Alternativen gesucht und geprüft, bestätigt Pickhardt. „Sowohl in Innenstadt-Nähe wie auch in den Außenbezirken”. Und alle mit Vor- und Nachteilen. „Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert