Stolberg - Zehnte Museumsnacht: Großes Angebot rund um die Burg

Zehnte Museumsnacht: Großes Angebot rund um die Burg

Von: dim
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Unter dem Dach der Burg zeigt die sehenswerte „Artibus“-Ausstellung „Stolberg erwartet mehr“ 14 Ideen von 13 Künstlern, die unter Beweis stellen wollen, „dass Kunst heilen kann“. Foto: D. Müller
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Das Museum in der Torburg lockt unter anderem mit der Ausstellung „Japanische Kultur“. Foto: D. Müller

Stolberg. Von der Bustransfer-Haltestelle Unterer Burghof aus können in der zehnten Stolberger Museumsnacht am Samstag, 2. November, ab 19 Uhr gleich mehrere attraktive Ziele fußläufig erreicht werden. In unmittelbarer Nähe lockt das Museum in der Torburg mit der Eröffnung der temporären Ausstellung „Japanische Kultur“.

Günter Döteberg präsentiert im Aktionsraum Lackarbeiten (Uru­shi), Töpferwaren (Yaki) aus den Regionen Bizen, Hagi, Kyoto und Tokyo, Porzellan aus den berühmten Porzellanmanufakturen der Stadt Arita, das Japanische Schwert (Nihonto), den Kimono, japanische Schrift und Kalligraphie, Rollbilder, japanischen Tee und Zubehör einer Teezeremonie. Und er ermöglicht den Blick in ein typisch japanisches Haus.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Kultur und Handwerkskunst, die sich über Jahrhunderte in Japan entwickelte. In der Zeit von 1600 bis 1860 hatte sich das asiatische Land unter der Herrschaft der damaligen Machthaber vom Rest der Welt abgeschottet. In dieser Zeit erreichten verschiedene Künste höchste Perfektion. Über viele Jahre waren Kunstgegenstände nur den Landesfürsten vorbehalten. Erst mit der Öffnung Japans um 1860 waren sie nun auch dem Westen zugänglich.

Nachtwächterführungen

Der Großteil der ausgestellten Exponate stammt von Dötebergs 20 Japanreisen zwischen 1992 und 2012. Doch bei der „Japanischen Kultur“ bleibt es im Torburg-Museum nicht: Edith Rother steuert Design-Vogelhäuser bei, und von 19 bis 24 Uhr ist die gemütliche Kaffeestube mit Hunderten Exponaten geöffnet. Kaffee, Kuchen und Punsch werden angeboten. Um 21.30 Uhr wird Elvira von Wirth den historischen Kaffeeröster bedienen und das pittoreske Museum mit wohligem Duft erfüllen. Im Glasraum ist von 19.30 bis 20.30 Uhr die Märchenerzählerin Gisela Pietsch-Marx in Aktion. Auf dem kurzen Weg hinauf zur Burg empfiehlt sich ein Zwischenstopp in den Pfadfinderräumen, wo sich die Gruppe „In love with Musicals“ klangvoll und in tollen Kostümen präsentiert.

Die Burg selbst ist fest in mittelalterlicher Hand. Waffen- und Folterkammer sind zugänglich, und die Templer aus Aachen organisieren ein großes Ritterspektakel. Um 20.30 und um 22 Uhr zeigt die Tanzgruppe „Anima Ignis“ eine mitreißende Feuershow. Im Rittersaal bietet das Orient-Tanzstudio Hildegard Wirtz ein abwechslungsreiches Programm von 19 bis 23 Uhr. Sehenswert ist auch die aktuelle „Artibus“-Ausstellung „Stolberg erwartet mehr“ in der Burg-Galerie: Unter dem Motto „13 Künstler, 14 Ideen“ zeigt die eindrucksvolle Schau nicht nur Kunstwerke, sondern auch Konzepte für Kliniken, Medizinische Zentren und Arztpraxen, denn die Beteiligten wollen unter Beweis stellen, „dass Kunst heilen kann“.

Die konkreten Kunst-Ideen, die etwa den Gesundungsprozess beschleunigen oder Wartezeiten angenehmer gestalten sollen, werden anhand von Beispielen und Erläuterungen gezeigt. Die Burgtaverne verwöhnt die Gäste mit kleinen Leckereien, und Nachtwächterführungen (Dauer etwa eine Stunde)starten im Foyer des Rittersaals jeweils um 19.30, 20 und 20.30 Uhr von der Burg in Richtung Kupferhof Rosental durch die Altstadt.

Am Fuße der Burg lohnt sich der Besuch des Kunsthandwerkerhof genannten Kupferhofs Rose, in dem Christian Clement von der Bodega den „Nacht-der-Museen-Cocktail“ und kulinarische Köstlichkeiten in dem malerischen Ambiente mit echtem Altstadtflair anbietet. Um 22 Uhr wird „Magia della Luce“ mit einer Feuerjonglage aktiv. Marc Jäger öffnet die historische Druckmanufaktur, die im Kunsthandwerkerhof Rose ansässigen Künstler öffnen ihre Ateliers: Die „Muschelkönigin“ Heidi Selheim lädt Kinder ein, Windlichter zu bemalen, Andreas Krüchten zeigt in seinem „Atelier Ronin Art“ Aerographie und „Fine Arts“, und Anina Marita Cujai gibt Einblicke in ihr Schaffen und präsentiert Malerei und Objekte.

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