Stolberg-Werth - Zahlen und Fakten gegen Veränderungen der „Vier Wege“ bei Werth

Zahlen und Fakten gegen Veränderungen der „Vier Wege“ bei Werth

Von: -jül-
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Auch wenn es Zahlen und Fakten auf der L 11 nicht belegen, empfinden die Bürger die Kreuzung „Vier Wege“ bei Werth als gefährlich. Foto: J. Lange

Stolberg-Werth. Die nüchternen Fakten belegen, dass die Kreuzung „Vier Wege“ bei Werth nicht so gefährlich ist, wie es von den Bürgern wahrgenommen wird. Das erklärten die Vertreter der Städteregion, des Landesbetriebs Straßenbau und der Polizei bei einem Behördentermin vor Ort.

Der Behördentermin wurde von dem Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling initiiert und von Städteregions-Dezernent Uwe Zink moderiert. Auch Vertreter der Städte Stolberg und Eschweiler nehmen teilnehmen.

Die wenigen Unfälle – fünf innerhalb von fünf Jahren – seien im alleinigen Fehlverhalten der Verursacher begründet, so die Polizei. Bei Messungen der gefahrenen Geschwindigkeiten hielten sich mehr als 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer an die erlaubten 70 km/h, erklärte die Städteregion.

Innerhalb von zwei Stunden zählte der Landesbetrieb sieben querende Fußgänger bei 700 Fahrzeugen auf der Strecke mit einer durchschnittlichen Belastung von 6000 Kfz am Tag. Und einen (anderen) Grund, eine niedrigere Geschwindigkeit auf der Landesstraße anzuordnen ist anhand der Richtlinien und Vorschriften aus Sicht des Landesbetriebes nicht erkennbar.

Im Grunde genommen sei die Kreuzung der Gressenicher- /Römerstraße (L 11) mit der Schiller-/Scherpenseeler Straße „eine typische Kreuzung“, erklärte Alfred Sebastian vom Landesbetrieb. Die Situation in Werth sei im Vergleich zu zahlreichen anderen Stellen an vielen Landesstraßen nun einmal nicht auffällig. Angesichts seiner beschränkten Mittel und Kapazitäten müsse sich der Landesbetrieb auf die größeren Problembereiche konzentrieren.

Obwohl anhand der Fakten und Vorschriften weder dringender Handlungsbedarf noch ein Unfallschwerpunkt vorliegt, zeigten die Vertreter aller Behörden durchaus Interesse daran, die Verkehrssituation im Rahmen ihrer Ressourcen sicherer zu machen.

Dazu wird die Städteregion ihre beiden „Starenkästen“ am Gressenicher Ortseingang in Höhe des Kalvarienbergs zügig wieder in Betrieb nehmen. Darüber hinaus soll im Straßenverlauf vor und hinter der Kreuzung die gestrichelte durch eine durchgezogene weiße Linie ersetzt werden, um das Überholverbot zu verdeutlichen. Zusätzliche Verkehrsschilder sollen auf gefährdete Fußgänger aufmerksam machen.

Außerdem soll die Stadt darauf achten, dass in den Einmündungsbereichen die Einsicht auf die Straße erhalten bleibt. Keine Einwände haben die Behörden, wenn die Stadt die Kreuzung nachts beleuchten würde. Und begrüßt wird es, wenn die Stadt die Busbuchten zu Buskaps am Straßenrand umgestalten würde.

Der Einbau eines Fahrbahnteilers als inoffizielle Querungshilfe in Höhe der Bushaltestellen erscheint dem Landesbetrieb auf den ersten Blick so aufwendig, dass er dies nicht aus dem laufenden Budget finanzieren könne, aber das soll zumindest überschlägig geprüft werden. Über weitere Möglichkeiten sollen sich die Behördenvertreter nun Gedanken machen. In einem Monat soll ein erneutes Treffen stattfinden.

Als nicht ausreichend wertete Bürgermeister Ferdi Gatzweiler bei dem Termin die ersten Ergebnisse. Der Verwaltungschef will sich weiter für Verbesserungen und Tempo 50 einsetzen und am Thema bleiben. 

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