XXL-Baustelle wird Thema im Rat

Von: Jürgen Lange
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Fortschritte: Von der Büsbacher Kreuzung bis in Höhe der Tankstelle Jäckel vorgearbeitet hat sich in ihrem Abschnitt bereits die Stolberger Firma Kutsch. Foto: J. Lange

Stolberg. Zu Beginn einer jeden Sitzung des Stadtrates bietet der Bürgermeister Einwohnern die Gelegenheit, ihm Fragen zu stellen. Maximal eine halbe Stunde sind für dieses Angebot eingeplant. Für die am Dienstag um 18 Uhr im Rathaus beginnende Sitzung kann sich Ferdi Gatzweiler schon einmal Zeit für einige Fragen einplanen.

Denn Geschäftsleute und Anwohner aus Büsbach und Münsterbusch kündigen bereits mit Plakaten in den Orten ihren Besuch an. „Es geht um die Zukunft unseres Stadtteils” ist der Appell zum Besuch der Sitzung überschrieben. „Bedingt durch die XXL-Baustelle sind zahlreiche Geschäfte in Gefahr”; es dürfe nicht dazu kommen, dass die Stadtteile durch die Verlegung von Versorgungsleitungen nachhaltig zerstört würden. Ihre Forderungen wollen die Anwohner und Geschäftsleute heute in Fragen gekleidet bei der Einwohnerfragestunde vortragen.

Ergänzt wird der von dem Büsbacher Anwohner Klaus Kratz und Geschäftsleuten initiierte Appell von Birgit Zartmann-Schultes um die Aufforderung an Eltern, ebenfalls teilzunehmen. „Die Sicherheit auf dem Weg zu Schule und Kindergarten” sieht die schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in Gefahr. Es gebe offene Fragen zum Transport der Kinder per Bus oder „Eltern-Taxi”.

Und mit Blick auf den zuvor im Hauptausschuss zur Tagesordnung stehenden Antrag der SPD, dass der Verkehrsausschuss vor Baumaßnahmen von Versorgungsträgern insbesondere zu Fragen der Verkehrsführung, Dauer und Umfang zu beteiligen sei, ergänzt der Vorsitzende des Bauausschusses die Forderung, dass auch dieses Gremium über den jeweiligen Baufortschritt, -umfang und -dauer zu unterrichten sei. „Über die XXL-Baustelle erwarte ich für die Sitzung am Mittwoch sowie in jeder folgenden einen Bericht”, so der BVA-Vorsitzende Siegfried Pietz (CDU).

Derweil machen die Arbeiten an der XXL-Baustelle Fortschritte. Die Firma Hermann & Co hat am Montag ihre Tätigkeit in Höhe des Büsbacher Markts aufgenommen. Sichtbar voran kommen die Firmen Dreuw und Philippen; und das Stolberger Unternehmen Kutsch hat auch am Samstag auf der Konrad-Adenauer-Straße gearbeitet. „Die ersten 180 Meter sind geschafft”, bestätigte Helmut Kutsch auf Anfrage. Enwor hat erste Rohre verlegt, und in ersten Abschnitten ist die Baugrube wieder verfüllt.

Zur Besonnenheit ruft Georg H. Braun die Mitglieder des Büsbacher Aktionsrings Handel und Handwerk auf. Der Zusammenschluss der Geschäftsleute sei längst in die Abläufe involviert. Denkbare Alternativen zum jetzigen Ablauf würden mit größeren Nachteilen für die Geschäftswelt verbunden sein. „Eine schlechtere Werbung für Büsbach, wie jetzt, machen kann man gar nicht”, sagt Braun im Hinblick auf das ständige öffentliche Thematisieren von Problemen. Freie Parkplätze und Errichbarkeit würden doch für einen Einkauf im Ort sprechen.

„Natürlich müssen wir auf die Baustelle reagieren; aber nicht als Problem”, so Braun weiter. „Unser Thema muss doch lauten: Baustelle! Na und?” Über mögliche Reaktionen möchte der Aktionsring auf seiner Mitgliederversammlung am 25.Januar sprechen. Dann werde es auch ausführliche Informationen über die XXL-Baustelle, ihre Geschichte, Lösungsmöglichkeiten und schlechtere Alternativen geben.

„Ihr werdet staunen”, kündigt Georg Braun an und appelliert an die Büsbacher: „Wir müssen mit einer Stimme sprechen”, so wie es auch in der Vergangenheit erfolgreich praktiziert worden sei. „Der Aktionsring wird reagieren”, kündigt der Vorsitzende an.
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