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Würselener Straße sorgt weiterhin für Diskussionen

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
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Nur noch Radweg? Geschäftsleute an der Würselener Straße fürchten um ihre Foto: R. Flader

Stolberg. Die Diskussionen zogen sich über Jahre hinweg, jetzt soll in die Würselener Straße sprichwörtlich Bewegung kommen. Und genau deswegen geht die Atscher Geschäftswelt nun auf die Barrikaden. Unter Federführung von Autohändler Wolfgang Büscher schlossen sich rund ein Dutzend Geschäftsleute zusammen, um gegen die vom Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU) geplanten Radweg - eventuell mit reinen Fahrradschutzstreifen - entlang der Würselener Straße zu protestieren.<br />


Auf Parkplätze angewiesen

„Jeder hier ansässige Betrieb ist auf Kurzzeitparkplätze angewiesen”, sagt Büscher. Die Parkmöglichkeiten würden im Falle eines Schutzstreifens wegfallen. „Und das kann sich hier keiner leisten. Dabei ist die Parksituation jetzt schon alles anders als optimal.”

Momentan zieren (noch) Mehrzweckstreifen das Bild entlang der Würselener Straße - auf beiden Seiten. Siegfried Pietz vom CDU Stadtverband Mitte: „Wenn diese ohnehin wenig vorhandenen Parkplätze auch noch verloren gehen, bedeutet das für fast alle Geschäfte eine Existenzbedrohung.”

Das Vorhaben: Der ASVU hat in seiner Sitzung am 1. Juli beschlossen, auf der Würselener Straße ab Ortseingang Atsch, über die Eisenbahnstraße bis zur Europastraße die momentan noch als Mehrzweckstreifen genutzten Straßenstücke in einen Radweg umzuwandeln.

Auf beiden Straßenseiten sollen anstatt kombinierten Geh-Radwegen vom Landesbetrieb Radverkehrsanlagen eingerichtet werden. Dabei sei das Thema Parkflächen noch nicht vom Tisch, heißt es von Seiten der Verwaltung.

Alternative Lösungen

Dennoch: Die Vorgehensweise wird von der CDU Mitte kritisch gesehen: „Wir müssen uns alle zusammen alternative Lösungen überlegen”, sagt OV-Vorsitzender Kunibert Matheis. „Die Bürgersteige entlang der Würselener Straße sind sehr breit. Da kann man eher was machen.” Zudem kritisieren die Geschäftsleute um Wolfgang Büscher, „dass die Planung über unsere Köpfe festgelegt wurde”.

Die Verwaltung begründet die Maßnahme auch mit einer optischen Aufwertung des Stadtteils. Eine Einschätzung, die Büscher so nicht stehenlassen will: „Die Ortseinfahrt ist mittlerweile schön - auch wegen uns. Ist das nun das Dankeschön für den Aufwand der letzten Jahre?”

Die Atscher Geschäftsleute fordern schnellstmöglich einen runden Tisch „mit allen Beteiligten”, wie es in einem gemeinsamen Schreiben der Geschäftsleute heißt.
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