Stolberg - Wohlfühlen wie in einem Wohnzimmer

Wohlfühlen wie in einem Wohnzimmer

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
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Lockerer Plausch in netter Atmosphäre: Die Cafeteria ist eines der ersten Aushängeschilder im umgebauten Bethlehem-Krankenhaus. Liegendeinfahrt und Zentralambulanz folgen im zweiten Bauabschnitt. Foto: R. Flader

Stolberg. Es ist mehr als eine angenehme Begleiterscheinung, die mit dem ersten Bauabschnitt des Bethlehem-Krankenhauses wegfällt: „Der Lärm der Presslufthammer war wirklich unerträglich”, sagt Bethlehem-Geschäftsführer Thomas Schellhoff erleichtert und lacht. „Für unsere Patienten und auch die Mitarbeiter war die zurückliegende Zeit alles andere als schön.”

Nur das Feintuning fehlt noch

Nun also ist die größte Lärmbelästigung Geschichte, ein neues Bettenhaus, ein Kiosk und eine Cafeteria („Essbar”) erstrahlen bereits in neuem Glanz. „Nun fehlt nur noch das Feintuning”, wie Doris Kinkel-Schachter das Ende des ersten Bauabschnitts nennt. Die Krankenhaus-Pressesprecherin ergänzt: „Dass uns die Patienten in den letzten Jahren trotzdem die Treue gehalten haben, war in diesem Maße nicht zu erwarten.” Schellhoff: „Jeder musste wirklich viel Geduld mitbringen.”

Zu den Bauarbeiten: Rund elf Millionen Euro kostet der gesamte Umbau, der 2007 begonnen wurde. 6,6 Millionen davon kommen als Fördermittel vom Land. „Die Platzerweiterung war dringend notwendig”, sagt Schellhoff. „Nur so können wir höchste Standards garantieren.” Rund acht Millionen Euro sind bereits im Krankenhaus verbaut worden.

Vor allem auf die Ausstattung der Cafeteria wurde von Krankenhaus-Seite großer Wert gelegt: „Wir haben neben einem ausreichenden Platzangebot und Fußbodenheizung auf warme Farben und damit eine freundliche Atmosphäre gelegt”, sagt Betriebsleiter Ramyond Lauber.

Was noch fehlt und im zweiten Bauabschnitt fertiggestellt werden soll, sind der Eingang, eine Liegendeinfahrt sowie eine Zentralambulanz. „Damit wird die Patientenaufnahme wesentlich vereinfacht”, sagt Schellhoff.

Ohne Presslufthammer

Die letzten Bauarbeiten am Krankenhaus an der Steinfeldstraße sollen - so lautet das erklärte Ziel - Mitte 2011 abgeschlossen sein. „Im Juli wollen wir fertig sein”, kündigt Schellhoff den ehrgeizigen Zeitplan an.

Nach der Fertigstellung soll, äußerte selbst NRW-Sozialminister Josef Laumann (CDU) unlängst bei einem Besuch in der Kupferstadt, das „Bethlehem” zu den führenden Krankenhäusern in NRW gehören.

Nach den Sommerferien will das Krankenhaus mit einem Tag der offenen Tür allen Interessierten die neue Architektur vorzustellen. „Spätestens dann lernen noch mehr Leute die Wohnzimmeratmosphäre bei uns kennenlernen”, sagt Raymond Lauber.

Und dann auch ganz sicher ohne Presslufthammer.
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