Stolberg - Winterliche Witterung hält auch die Unfallchirurgie auf Trab

Winterliche Witterung hält auch die Unfallchirurgie auf Trab

Von: cs
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Hat mehr Patienten als sonst: Prof. Klaus Bläsius. Foto: Bethlehem

Stolberg. Die Chirurgen im Bethlehem-Krankenhaus können sich derzeit über Arbeit nicht beklagen. Mit Schnee und Eis schneien ihnen die Patienten ins Haus. Die Zahl der Verletzten, die mit Knochenbrüchen oder Bänderdehnungen an Knöcheln und Knien in der Notfallaufnahme landen, sind seit Sonntagabend sprunghaft angestiegen.

Das bestätigt Professor Klaus Bläsius, Chef der Orthopädie und Unfallchirurgie: „Normalerweise haben wir im Durchschnitt einen Patienten am Tag, der sich eine Fraktur zugezogen hat. Derzeit sind es drei Patienten mit Frakturen.” Es handele sich vorwiegend um Oberschenkelhals- und Sprunggelenksbrüche.

Ähnlich stark sei der Anstieg der Patienten mit Bänderdehnungen am Fuß oder Kreuzbandproblemen am Knie. Bei weniger schneereichen Wetterlagen kommen nach Aussage des Chirurgiechefs ein bis zwei Patienten am Tag mit Bänderschäden am oberen Sprunggelenk in das Bethlehem-Krankenhaus. Seit Sonntag seien es täglich fünf.

Auf glatten Straßen gestürzt

Dazu addierten sich vermehrt Menschen mit massiven Kreuzbandproblemen, die entweder in der Eifel Ski gefahren seien oder die Probleme aus dem Skiurlaub mitgebracht hätten. Die Mehrzahl ihrer Patienten sei aber auf den glatten Straßen Stolbergs gestürzt. Nur etwa ein Drittel der zusätzlichen Patienten habe sich die Verletzungen bei verunglückten Schlittenpartien oder Skiausflügen zugezogen.

Der Oberschenkelhalsbruch sei vor allem für ältere Frauen klassisch, deren Knochen nicht mehr die nötige Dichte aufwiesen. Bläsius hat für Menschen, die nicht mehr so sicher auf den Beinen sind, einen Rat: „Sie sollten einen Stock oder einen Stockschirm als drittes Bein mitnehmen, dass ihnen Stabilität gibt. Wichtig ist allerdings, dass sie auf eine rutschfeste Spitze achten.”
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